Jetzt kommt alles raus

Neues Polit-Ranking: Kickl top, Meinl und Schumann flop

Der neueste APA/OGM-Vertrauensindex zeigt deutliche Verschiebungen. Größter Gewinner ist Herbert Kickl, größte Verliererin Beate Meinl-Reisinger.
Heute Politik
18.07.2026, 19:18
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Große Rochaden im heimischen Polit-Vertrauensranking. Der neue APA/OGM-Vertrauensindex für Juli 2026 liefert gleich mehrere Überraschungen. Während FPÖ-Chef Herbert Kickl kräftig zulegt, müssen die meisten Regierungsmitglieder teils massive Einbußen hinnehmen – "Heute" hat die Details.

VdB vorne, nur ein Minister im Plus

Unangefochten an der Spitze des Vertrauensrankings liegt Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Er kommt – verglichen mit dem letzten Index im April – unverändert auf einen Saldo von plus 23. Dahinter platziert sich die Dritte Nationalratspräsidentin und SPÖ-Grande Doris Bures mit einem Saldo von plus 15 – sie verliert im Vergleich zum April drei Punkte.

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Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) ist das einzige Regierungsmitglied, das einen positiven Saldo (+11) verzeichnet. Er gewann dabei gegenüber April um fünf Punkte an Vertrauen. Die Staatssekretärin in Marterbauers Ministerium, Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP), ist beliebteste Politikerin aus der Lichtenfelsgasse.

Gewinner: Kickl, Marterbauer, Königsberger-Ludwig

Besonders spannend ist der Blick auf die Gewinner und Verlierer des Rankings. FPÖ-Chef Herbert Kickl verzeichnet den größten Vertrauenszuwachs und verbessert seinen Saldo um sechs Punkte. Er ist damit der einzige Parteichef, der seine Vertrauenswerte aufbessern konnte. Finanzminister Markus Marterbauer legt um fünf Punkte zu, das Trio der größten Gewinner komplettiert SPÖ-Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig mit einem Plus von drei Punkten.

Gesundheitsministerin Schumann hinkt im Vertrauensranking ihrer eigenen Staatssekretärin Königsberger-Ludwig hinterher.
APA-Images / APA / HELMUT FOHRINGER

Verlierer: Schumann, Wiederkehr, Meinl-Reisinger

Am anderen Ende der Rankings findet sich ausgerechnet ihre Chefin: SPÖ-Gesundheitsministerin Korinna Schumann, die zuletzt Kritik wegen der Gesundheitsreform erntete – sogar aus den eigenen Reihen. Gegenüber dem April-Ranking verliert die 60-Jährige gleich sechs Saldopunkte und zählt damit zu den größten Verliererinnen. Umso bemerkenswerter ist daher der Fakt, dass ausgerechnet ihre eigene Staatssekretärin im selben Ranking zu den Gewinnerinnen zählt.

Ebenfalls ein Minus von sechs Prozentpunkten muss Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hinnehmen. Nach der Diskussion um die Hitze an Schulen kommt der pinke Minister auf einen Saldo von -15.

Die größte Verliererin des Polit-Rankings ist aber Außenministerin und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger: Sie verliert im Vergleich zum April 2026 gleich elf Punkte – so viel wie kein anderer Spitzenpolitiker. Ihr Minus fällt in eine Zeit, in der die NEOS rund um die Causa Veit Dengler für Turbulenzen sorgten.

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