NEOS in der Krise

Polit-Ranking: Meinl stürzt ab, Schellhorn Letzter

Die pinken Turbulenzen spiegeln sich im neuen APA/OGM-Vertrauensindex wider. Auch die Regierungsmitglieder punkten kaum, nur ein Minister ist im Plus.
Heute Politik
17.07.2026, 10:30
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Der Ferienstart verlief für die NEOS alles andere als rosarot: Erst blamierte sich Pannen-Staatssekretär Sepp Schellhorn in einem Instagram-Posting mit 18 (!) Fehlern in sieben Sätzen, nur kurz darauf folgte die Dengler-Affäre, die im Ausschluss des pinken Mitbegründers aus der Partei mündete.

Pinker Absturz im Vertrauens-Ranking

Die Turbulenzen beim kleinsten Regierungspartner bleiben im jüngsten APA/OGM-Vertrauensindex nicht unbemerkt. Die größte Verliererin des Polit-Rankings ist Außenministerin und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger: Sie verliert im Vergleich zum April 2026 gleich elf Prozentpunkte – so viel wie kein anderer Spitzenpolitiker. Auch Bildungsminister Christoph Wiederkehr verzeichnet ein dickes Minus: Sein Saldo liegt nunmehr bei minus 15.

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Die rote Laterne hat indes der pinke Deregulierungsstaatssekretär übernommen. Schellhorn kommt auf einen Vertrauenssaldo von minus 38 und ist jetzt der unglaubwürdigste Politiker des Landes.

Stocker beliebtester Parteichef, Kickl holt auf

FPÖ-Chef Herbert Kickl ist der einzige Parteichef, der im Vergleich zum April einen Vertrauenszuwachs verzeichnete – trotzdem bleibt er mit einem Saldo von minus 36 auf dem letzten Platz. Den besten Wert unter den Parteispitzen hat nach wie vor Bundeskanzler Christian Stocker: Auch er verzeichnete aber ein Minus von fünf Punkten und kommt auf einen Negativsaldo von minus zehn.

Grünen-Chefin Leonore Gewessler liegt mit einem Saldo von minus 23 hinter Meinl-Reisinger auf Platz drei, SPÖ-Chef Vizekanzler Andreas Babler haarscharf vor Kickl mit einem Saldo von minus 35 auf Rang vier. Sowohl Gewessler als auch Babler verloren gegenüber dem letzten Vertrauensindex im April je zwei Punkte.

VdB Erster, ein Minister im Plus

Unangefochten an der Spitze des Vertrauensrankings liegt Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Er kommt unverändert auf einen Saldo von plus 23. Dahinter platziert sich die Dritte Nationalratspräsidentin und SPÖ-Grande Doris Bures mit einem Saldo von plus 15 – sie verliert im Vergleich zum April drei Punkte.

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) ist das einzige Regierungsmitglied, das einen positiven Saldo (+11) verzeichnet. Er gewann dabei gegenüber April um fünf Punkte an Vertrauen.

ÖVP-Regierungsmitglied mit den besten Vertrauenswerten ist – parallel zu Marterbauer – Finanz-Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl mit einem Negativsaldo von minus drei und einem leichten Zugewinn von zwei Punkten. Von den Klubobleuten genießt der nach dem Rücktritt von August Wöginger erstmals abgefragte schwarze Klubchef Ernst Gödl (Saldo von minus vier) das größte Vertrauen, dicht gefolgt von SPÖ-Klubchef Philip Kucher (-7).

{title && {title} } pol, {title && {title} } 17.07.2026, 10:30