Die FPÖ führt in allen Umfragen, würde eine Nationalratswahl überlegen gewinnen. In der aktuellen "Heute"-Umfrage kommt sie auf einen historischen Höchststand von 36 Prozent. Die ÖVP erreicht 22 Prozent, die SPÖ überhaupt nur mehr 18 Prozent.
Doch soll die FPÖ Teil der nächsten Regierung und der aktuelle Parteichef Herbert Kickl Bundeskanzler werden, wenn die Freiheitlichen diesen Sieg tatsächlich einfahren? Das fragte "Unique Research" für "Heute" 819 Österreicher (telefonisch und online vom 15. bis 18. Juni, maximale Schwankungsbreite ±3,4 Prozent).
Immerhin 53 Prozent der Befragten sind in diesem Fall für eine Regierungsbeteiligung der FPÖ und Herbert Kickl als Regierungschef. 44 Prozent wollen das nicht. 4 Prozent haben keine Meinung.
Wie sehr diese Frage polarisiert, zeigen die zwei Extrempositionen: 36 Prozent wollen dann "selbstverständlich" einen Regierungschef Kickl. 33 Prozent wollen das "auf keinen Fall".
Wenig überraschend ist die überwältigende Mehrheit von 98 Prozent der FPÖ-Wähler für ihren Chef als Kanzler. Kurios: Zwei Prozent der Blau-Anhänger wollen das "eher" nicht.
Die Fans aller anderen Parteien sprechen sich klar gegen aus den aktuellen Umfrage-Kaiser als nächsten Regierungschef aus. Am eindeutigsten tun das die Neos-Wähler. Bei ihnen sind gleich 80 Prozent gegen Kickl.
Bei Sympathisanten der Grünen sind es immerhin 77 Prozent. In dieser Gruppe ist der Anteil der vehementen Kickl-Gegner mit 68 Prozent am höchsten.
ÖVP- und SPÖ-Wähler sind sich in ihrer Abneigung ebenfalls weitgehend einig. Bei den Fans der Volkspartei wollen 66 Prozent den FPÖ-Chef nicht als Kanzler, bei Anhängern der Sozialdemokraten sind es 63 Prozent.