Bei der großen "Heute"-Sonntagsfrage kommen die Koalitionspartner ÖVP, SPÖ und Neos wie berichtet gemeinsam nur mehr auf 49 Prozent. Noch schlechter liegen sie in der Beurteilung ihrer Arbeit: 63 Prozent sind damit unzufrieden, 29 Prozent sogar sehr. Anklang findet die Arbeit nur bei 35 Prozent.
Das ist das Ergebnis einer "Unique Research"-Umfrage für "Heute" (819 Befragte, Mix online/Telefon, maximale Schwankungsbreite ±3,4 Prozent, Feldarbeit 15. bis 18. Juni).
Am größten fällt die Zufriedenheit demnach bei Anhängern der ÖVP, aber – überraschenderweise – auch bei Grün-Wählern mit jeweils 56 Prozent aus. Zehn Prozent der Fans der Ökopartei sind sogar sehr zufrieden. Das ist der Top-Wert in dieser Kategorie.
Bei den SPÖ-Wählern sind 55 Prozent zufrieden, aber immerhin 45 Prozent weniger oder nicht zufrieden. Bei Neos-Sympathisanten liegt das Verhältnis bei 52 zu 44 Prozent.
Desaströs für die Regierung fällt das Urteil der FPÖ-Fans aus: Bei ihnen sind 31 Prozent weniger zufrieden und weitere 64 Prozent sogar überhaupt nicht zufrieden.
Zur Einordnung dieser Zahlen: Am Höhepunkt der Regierung Kurz im März 2020 lag die Zufriedenheit mit der Arbeit der Regierung bei sensationellen 76 Prozent – Allzeit-Topwert. Als weniger oder gar nicht zufrieden deklarierten sich damals nur 21 Prozent.
Die Unzufriedenheit mit der Regierung zeigt sich auch an der Meinung über die Spitzen der heimischen Politik. Der einzige mit einem positiven Saldo ist Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Mit ihm sind 58 Prozent der Befragten zufrieden, "nur" 39 Prozent weniger oder gar nicht.
Mit 40 Prozent Zufriedenen liegt der Bundeskanzler und ÖVP-Chef auf dem zweiten Gesamtrang. Allerdings sind 53 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden. Saldo: minus 13 Prozentpunkte.
Der Anteil der sehr Zufriedenen ist beim Vizekanzler und SPÖ-Chef mit gerade einmal fünf Prozent der schlechteste. Weniger oder gar nicht zufrieden sind 66 Prozent – negativer Rekordwert. Der Saldo beträgt damit minus 37 Prozentpunkte. Auch das ist der schlechteste Wert.
Bei der Außenministerin und Neos-Chefin beträgt das Verhältnis 39 zu 55 Prozent. Saldo: minus 16 Prozentpunkte.
Beim FPÖ-Chef und Anführer der größeren Oppositionspartei ist sowohl der Anteil der sehr Zufriedenen (16 Prozent) als auch der gar nicht Zufriedenen (46 Prozent) am höchsten. Saldo: minus 24 Prozentpunkte.
Bei der Grünen-Chefin stehen 29 Prozent Zufriedene 62 Prozent Unzufriedene gegenüber. Saldo: minus 33 Prozentpunkte.
Gerade einmal 25 Prozent sind mit der Arbeit des Nationalratspräsidenten zufrieden, 55 Prozent weniger oder gar nicht. Macht einen Saldo von minus 30 Prozentpunkten.