Mehrtägiger Arbeitsbesuch

Nächste Reise! Meinl-Reisinger jettet nach China

Außenministerin Meinl-Reisinger reist am Sonntag zu mehrtägigen Gesprächen nach China, um die Handelsbeziehung zu vertiefen.
Newsdesk Heute
19.06.2026, 16:54
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Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) bricht am Wochenende zu einem mehrtägigen Besuch nach China auf. Im Mittelpunkt der Reise stehen politische Gespräche sowie die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und der Volksrepublik.

Die Außenministerin wird von 21. bis 25. Juni in China unterwegs sein. Der Arbeitsbesuch erfolgt auf Einladung des chinesischen Außenministers Wang Yi, die dieser bei seinem Österreich-Besuch im vergangenen September ausgesprochen hatte.

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Heuer feiern Österreich und China gleich zwei Jubiläen: 55 Jahre diplomatische Beziehungen sowie 60 Jahre offizielle Wirtschaftsbeziehungen.

Fokus auf Handel und Abhängigkeit

China zählt zu den wichtigsten Handelspartnern Österreichs und spielt auch für Europa bei Wirtschaft, Forschung und Innovation eine bedeutende Rolle. Gleichzeitig verweist das Außenministerium auf bestehende Ungleichgewichte, die durch einseitige Abhängigkeiten entstanden seien.

"Sicherheit und Wirtschaft sind die Grundpfeiler der österreichischen Außenpolitik. Dafür ist der Austausch mit China von großer Bedeutung. Unser Ansatz ist konsequent, pragmatisch und europäisch. Uns geht es darum, die europäische Souveränität zu stärken, uns aus Abhängigkeiten zu befreien und gleichzeitig stabile Handelsbeziehungen mit China zu pflegen, die auf fairen, verlässlichen und regelbasierten Bedingungen basieren", so Meinl-Reisinger.

UN-Sicherheitsrat und Ukraine-Krieg

Auch außenpolitische Fragen sollen bei dem Besuch zur Sprache kommen. China nimmt als ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrats eine wichtige Rolle auf internationaler Ebene ein. Vor dem Hintergrund der österreichischen Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat 2027/28 misst das Außenministerium dem Besuch besondere Bedeutung bei.

"Im UN-Sicherheitsrat wollen wir eng mit China zusammen daran arbeiten, globale Herausforderungen zu bewältigen. Dazu gehört auch ein nachhaltiger Friede in der Ukraine. China verfügt dabei über erheblichen Einfluss auf Moskau und kann einen wichtigen Beitrag zu einer friedlichen Lösung leisten", erklärt Meinl-Reisinger.

Gespräche in Peking und Shanghai

In Peking wird die Ministerin von Außenminister Wang Yi empfangen und trifft zudem Vize-Außenminister Ma Hui. Auf dem Programm steht außerdem ein Besuch in Shanghai. Dort will sich Meinl-Reisinger über Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Forschung und Innovation informieren.

Begleitet wird die Außenministerin von einer Wirtschaftsdelegation. Geplant sind Gespräche mit österreichischen Unternehmen, die in China tätig sind, sowie mit chinesischen Firmen und Investoren mit Engagement in Österreich.

"Natürlich gibt es auch schwierige Themen. Gerade dort, wo unterschiedliche Sichtweisen bestehen, sind persönliche Gespräche besonders wichtig. Wir beziehen klar Position, wenn unsere Interessen auf dem Spiel stehen. Ein offener und konstruktiver Dialog fördert gegenseitiges Verständnis und hilft dabei, gemeinsame Potenziale zu heben", so die Außenministerin.

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