Gewessler attackiert FPÖ-Chef

"Kickl will Grundfesten unserer Demokratie einreißen"

Am Samstag hat die FPÖ ihren 70. Geburtstag gefeiert. Am Sonntag folgte scharfe Kritik von Grünen-Chefin Leonore Gewessler.
Heute Politik
21.06.2026, 14:14
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Es war eine große Geburtstagsfeier in der Hofburg und vor dem Stephansdom. FPÖ-Chef Herbert Kickl formulierte darin erneut sein Ziel, "Volkskanzler" zu werden. Kritik gab es an den "Systemparteien und der EU".

Kickl spricht "Remigration" an

Natürlich ließ er in seiner Rede auch das Thema Asyl nicht aus. Das Wort "Remigration" bezeichnete er dabei als "vernünftige Gerechtigkeit". Und setzte nach: "Nur wir entscheiden, wer zu uns kommen darf und nicht."

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Gewessler kritisiert Einladung von Weidel, Orbán und Wilders

Diese Rede brachte dem FPÖ-Chef am Sonntag scharfe Worte von Grünen-Chefin Leonore Gewessler ein: "Einmal mehr hat Herbert Kickl bewiesen, worum es ihm geht: Er will die Grundfesten unserer liberalen Demokratie einreißen. Dazu passt, dass er sich von Alice Weidel, Viktor Orbán und Geert Wilders beklatschen lässt, die offen demokratische Institutionen angreifen und europäische Zusammenarbeit torpedieren."

"Russlandfreundschaft"

Auch die Russlandfreundschaft des FPÖ-Chefs kritisierte Gewessler heftig: "Wer keine Gelegenheit auslässt, sich dem mörderischen Regime in Russland an den Hals zu werfen, agiert nicht im Interesse unserer Heimat. Das ist Pseudopatriotismus in Reinkultur. Wenn er ehrlich wäre, hätte er gestern vor dem Stephansdom die Russlandfahnen geschwenkt", sagte die grüne Klubobfrau.

"Wie ein Hooligan am Spielfeldrand"

Mit seiner rechten Hetze agiere Kickl wie ein "Hooligan": "Alles, was Herbert Kickl beherrscht, ist, wie ein Hooligan am Spielfeldrand zu stehen, mit Pyrotechnik um sich zu werfen und sich noch daran zu ergötzen, wenn es brennt. Die FPÖ will die Probleme und Herausforderungen der Menschen in diesem Land nicht lösen, sondern strebt offenbar eine Kickl-Autokratie nach ungarischem Vorbild an. Ein Modell, das genau dort gerade gescheitert ist."

Gewessler kämpferisch: "Wir werden das Land der FPÖ nicht kampflos überlassen"

Die Grünen-Chefin gab sich kämpferisch: "Als Grüne werden wir alles daran setzen, dass es so weit nie kommt. Weil wir die Alternative für alle sind, denen die Politik der Regierung nicht reicht, die den blauen Zerstörern aber etwas entgegensetzen wollen. Wir werden das Land der FPÖ jedenfalls nicht kampflos überlassen."

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