Weltweit sind nach aktuellen Schätzungen noch immer rund 138 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen. Rund 54 Millionen von ihnen arbeiten unter gefährlichen Bedingungen. Kinderarbeit nimmt Kindern ihre Rechte, ihre Bildung, ihre Gesundheit und ihre Zukunft.
Die UNO verpflichtet die Staatengemeinschaft dazu, Kinderarbeit in allen ihren Formen zu beenden und die schlimmsten Formen von Kinderarbeit umgehend zu beseitigen. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen gegen Armut, der Einsatz für Bildung und soziale Absicherung, eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit und klare Regeln für faire Lieferketten.
Die Initiative "Kinderarbeit stoppen!" hat jetzt die Aktion "Rote Karte für Kinderarbeit" ins Leben gerufen. Sie appelliert an die Regierung, den Kampf gegen Kinderarbeit ernst zu nehmen.
Konstanze und Elisa, zwei Teilnehmerinnen der Aktion, waren am Mittwoch bei Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) und informierten sie über die Anliegen und Ziele. "Ich finde es toll, wenn sich junge Menschen auch mit sehr ernsten Themen auseinandersetzen, sich eine Meinung bilden und engagieren. Vielen Dank euch", gab es Lob für die jungen Mädchen.
„Es ist traurige Gewissheit, dass wir es als Weltgemeinschaft bisher nicht geschafft haben, Kindern ein sicheres, gewaltfreies und kindgerechtes Aufwachsen zu sichern.“Claudia BauerFamilienministerin, ÖVP
"Die schlimmsten Formen von Kinderarbeit sind in vielen Ländern Realität, Kinder werden noch immer zu Prostitution gezwungen, als Kindersoldaten missbraucht. Es ist traurige Gewissheit, dass wir es als Weltgemeinschaft bisher nicht geschafft haben, Kindern ein sicheres, gewaltfreies und kindgerechtes Aufwachsen zu sichern. Ich halte es für extrem wichtig, dass wir unmissverständlich klar machen, dass diese schlimmsten Formen von Kinderarbeit enden müssen", zeigte sich Ministerin Bauer von der Wichtigkeit der Initiative überzeugt.
Die Initiative "Kinderarbeit stoppen" besteht übrigens aus der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, Jugend Eine Welt, FAIRTRADE Österreich, Kindernothilfe Österreich und "solidar Austria" und setzt sich gemeinsam mit Partnern in Ländern des Globalen Südens für den Schutz von Kinderrechten, für gerechte Lieferketten und für ein Ende ausbeuterischer Kinderarbeit ein.