Dass in Sachen Bildung in Österreich nicht alles rosarot ist, haben die Neos erkannt. Doch auch ihr eigenes politisches Personal hat offenbar massiven Aufholbedarf: Pannen-Staatssekretär Sepp Schellhorn scheint nicht nur mit der Bürokratie im Land, sondern auch mit der deutschen Sprache auf Kriegsfuß zu stehen.
Der pinke Politiker, der sich in seiner kurzen Amtszeit bereits einige Fauxpas leistete (Audi-Gate, NS-Vergleich), hat in einem Instagram-Kommentar gehörig den Durchblick verloren. 18 teils schwere Fehler unterliefen ihm jüngst in einem nur sieben Sätze langen Posting.
Worum geht's? Am Mittwoch postete Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) auf seiner Social-Media-Page einen Ausschnitt seiner Landtagsrede, in der er Schellhorn teils kräftig kritisierte. Er habe den Neos-Staatssekretär bei den Verhandlungen zur Reformpartnerschaft "nicht einmal gesehen". Wallner forderte den pinken Politiker dazu auf, bei der Wirtschaft ins Tun zu kommen.
"Reformen dürfen nicht nur angekündigt werden, sie müssen bei den Menschen und in der Wirtschaft ankommen", wünschte sich der Landeshauptmann explizit. Die kürzlich beschlossene und von manchen Regierungsmitgliedern hochgelobte "Staatsreform" sei jedenfalls kein großer Wurf, so die Kritik. "Wer auf Bundesebene mit am Tisch sitzt, kann sich nicht wegducken. Sepp, wo bist du?", fragte Wallner.
Der Neos-Politiker holte in den Kommentaren höchstselbst zum Gegenschlag aus – verlor in der Hitze des Gefechts aber die Grundregeln der deutschen Sprache gehörig aus dem Fokus. In seiner nur sieben Sätze langen Antwort häufte Schellhorn gleich 18 Fehler an.
"Heute" ging mit dem Rotstift über den Text des Pinken. Betrübliches Fazit: fünf – teils eklatante – Rechtschreibfehler ("erziehlen"), zehn Satzzeichenfehler, einen Ausdrucksfehler und ein Sinnfehler finden sich. Auch die Grammatik birgt Dramatik ("mit einen Wums"). Abgeschlossen wurde der Kommentar ausgerechnet mit einem "SAD" – dem englischen Wort für "traurig". Ein passendes Schlusswort für den für ein Regierungsmitglied (Monatsgage: 19.500 Euro brutto) hochnotpeinlichen Text.
Schellhorns peinlicher Kommentar im Wortlaut: "Markus, du weisst, dass nicht stimmt was Du sagst ! Macht much traurig . Dieser Kampf Unwahrheiten . Xandi Pröll und LH Mattle werden Dir bestätigen, dass ich sehr intensiv hinein gearbeitet habe. Es kommt offensichtlich NUR mehr auf das Foto an und nicht auf den Inhalt . Schade, anstatt unsere gemeinsame Energie dafür zu verwenden mehr als nur einen Minimalkompromiss mit den Ländern zu erziehlen, mit einen WUMS für unsere BürgerInnen zu arbeiten. Anpatzen und Partikularinteressen zum Schaden des Klimas, von Österreich scheint doch wichtiger zu sein . SAD."