Schultz spricht Klartext

"Nicht mehr tragbar" – WKO-Chefin macht Budget-Ansage

Das neue Doppelbudget habe "Licht und Schatten", kommentiert WKO-Präsidentin Martha Schultz. Zusätzliche Belastungen für die Wirtschaft lehnt sie ab.
Nicolas Kubrak
17.06.2026, 08:23
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Vergangene Woche legte die Regierung mit dem Doppelbudget 2027/28 alle Karten auf den Tisch. Das Budget umfasst sowohl Sparmaßnahmen als auch gezielte Investitionen. Als einer der zentralen Schritte gilt die Lohnnebenkostensenkung von zwei Milliarden Euro. "Wir bekennen uns klar zum Standort", so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

WKO-Chefin: "Richtiger Weg"

WKO-Präsidentin Martha Schultz zeigte sich über die Maßnahme erfreut. "Die Lohnnebenkostensenkung ist ein richtiger Weg", sagte sie im Ö1-Morgenjournal am Mittwoch. Zwar hätte sie sich einen noch größeren Schritt gewünscht, "aber wir sind froh, dass es überhaupt eine Senkung gibt". Schließlich habe es "eine Lohnnebenkostensenkung in dieser Größenordnung noch nie gegeben".

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"Licht und Schatten"

Für die Wirtschaft bringt das Doppelbudget allerdings nicht nur Entlastungen. So wurde etwa das sogenannte AMS-Zwischenparken – eine Praxis, bei der Saisonbetriebe im Tourismus oder Unternehmen am Bau Mitarbeiter für wenige Wochen kündigen und später wieder einstellen – deutlich eingeschränkt. Zudem wurde die Bankenabgabe erhöht und eine neue Paketsteuer eingeführt.

Schultz dazu: "Das Budget hat Licht und Schatten." Die Senkung der Lohnnebenkosten sei ein großer Schritt, gleichzeitig stünden die Betriebe aber weiterhin unter erheblichem Kostendruck – etwa durch hohe Personal- und Energiekosten. Für die WKO-Präsidentin steht fest: "Zusätzliche Belastungen sind für viele Unternehmen nicht mehr verkraftbar."

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