Paketsteuer sorgt für Aufruhr

"Noch mehr Belastung!" – Amazon-Kunde platzt der Kragen

Die neue Paketsteuer sorgt für Ärger. Amazon verrechnet Kunden 2,40 Euro pro Bestellung. Familienvater Stefan F. wütet über die Extra-Kosten.
Michael Pollak
05.10.2026, 17:06
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Die neue Paketsteuer sorgt bei Amazon-Kunden für Ärger. Seit 1. Oktober werden bei Bestellungen nach Österreich zusätzlich 2,40 Euro verrechnet. Familienvater Stefan F. kann darüber nur den Kopf schütteln.

Der Vater von vier Kindern ärgert sich maßlos: "Ganz ehrlich: Langsam fragt man sich als Bürger wirklich, ob bei solchen Maßnahmen auch nur einmal darüber nachgedacht wird, wer am Ende tatsächlich dafür bezahlt", sagt Stefan zu "Heute".

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Auslöser für seinen Ärger war eine Mitteilung von Amazon, die am Donnerstag an die Kunden ging. Darin wurde er darüber informiert, dass bei Bestellungen nach Österreich jetzt zusätzlich 2,40 Euro verrechnet werden.

"Kosten werden schlicht weitergegeben"

Hintergrund ist die seit 1. Oktober geltende Paketsteuer. Sie beträgt an sich 2 Euro. Inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer werden daraus 2,40 Euro.

Betroffen sind große Versandhändler beziehungsweise Plattformen mit mehr als 100 Millionen Euro Versandhandelsumsatz in Österreich im vorangegangenen Wirtschaftsjahr.

Der Steuerschuldner ist grundsätzlich der Versandhändler beziehungsweise die Plattform und nicht der Kunde. Doch genau hier liegt für Stefan das Problem: "In der Realität passiert genau das, was eigentlich jeder vorhersehen konnte: Die Kosten werden schlicht an den Kunden weitergegeben", ärgert sich der Familienvater.

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"Bei einer Bestellung mögen 2,40 Euro nach wenig klingen"

"Bei einer einzelnen Bestellung mögen 2,40 Euro nach wenig klingen. Wer regelmäßig bestellt, bezahlt diese Abgabe aber immer wieder. Gerade Familien, Menschen am Land oder Personen, die auf Onlinebestellungen angewiesen sind, werden dadurch zusätzlich belastet", ärgert sich Stefan.

Amazon verrechnet einmal pro Bestellung

Amazon verrechnet die 2,40 Euro nur einmal pro Bestellung. Werden mehrere Artikel gemeinsam bestellt und anschließend auf mehrere Pakete aufgeteilt, fällt der Betrag nicht für jedes Paket erneut an.

Große Händler können die neue Abgabe grundsätzlich entweder pro Paket oder alternativ pro Bestellung berechnen.

"Was bleibt auf der Rechnung stehen?"

Die Einnahmen aus der Paketsteuer sollen die Senkung der Umsatzsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel finanzieren, so die Regierung. Doch auch dieses Argument lässt Stefan nicht gelten: "Man kann eine neue Abgabe natürlich schön benennen und erklären, dass damit andere Entlastungen finanziert werden sollen. Für den Bürger zählt am Ende aber etwas wesentlich Einfacheres: Was bleibt auf der Rechnung stehen?"

POM,05.10.2026, 17:06
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