Kaum montiert – schon wieder weg! In mehreren Linzer Haltestellen sorgten plötzlich verbaute Sitzbänke für Aufregung. Metallbügel, die das Hinlegen verhindern sollten, tauchten praktisch über Nacht auf.
Den Linzer Grünen schmeckte das überhaupt nicht: "Dadurch wird Menschen, die sich kein festes Dach über dem Kopf leisten können, eine weitere Möglichkeit geraubt, in den Nachtstunden zumindest ein bisschen Ruhe finden zu können", kritisierte Sozialsprecherin Julia Mandlmayr.
Die Partei merkte zudem an, dass die Elemente an mehreren Haltestellen in Linz gebe – zum Beispiel beim Hessenplatz, Volksgarten und vor dem Bahnhof. Ausgerechnet in der kalten Jahreszeit sei die Aktion falscher "Weg der sozialen Kälte", so Mandlmayr.
So schnell wie die Trenner aufgebaut waren, verschwanden sie aber auch schon wieder. "Heute" hat bei der zuständigen Linz AG nachgefragt, was hinter der Aktion steckt. Laut dem Öffi-Betreiber hatten sich zuletzt Beschwerden von Fahrgästen und Anrainern gehäuft.
Die Kritik: In einigen Haltestellen würden sich "vermehrt und regelmäßig" Obdachlose aufhalten, die die Bänke als Schlafstellen nutzen. Die Linz AG Linien entschieden deshalb, eine Maßnahme "versuchsweise zu testen".
An acht von insgesamt 713 Bänken in stark betroffenen Haltestellen wurden vorübergehend Bügel montiert. "Sehr schnell zeigte sich jedoch, dass sich der Versuch als gute Gesamtlösung nicht bewährt." Der Versuch wurde deshalb wieder beendet, die Trenner wieder abmontiert.