Die ÖBB setzen ein starkes Zeichen gegen den Fachkräftemangel und für die Mobilität von morgen. Mit einem neuen Lehrlingspaket werden in den Jahren 2025 bis 2027 insgesamt 300 zusätzliche Lehrplätze geschaffen. Präsentiert wurde das Paket in der Lehrwerkstätte St. Pölten.
Das vom Mobilitätsministerium bereitgestellte Zusatzbudget von rund fünf Millionen Euro fließt direkt in die Lehrlingsausbildung der ÖBB. Damit werden die Lehrwerkstätten in Wien, Graz, St. Pölten und Linz erweitert und modernisiert.
Bereits im September 2025 konnten die Bundesbahnen einen Rekord verbuchen: 760 neue Lehrlinge starteten ihre Ausbildung bei den ÖBB, rund 25 Prozent davon Frauen. Das sind 100 mehr als ursprünglich geplant und deutlich mehr als in den Vorjahren. Möglich wird dieser Zuwachs durch das eigens geschnürte ÖBB Lehrlingspaket, das auf den anhaltenden Fachkräftebedarf aufgrund des Generationenwandels abzielt.
Neben Investitionen in Gebäude und Ausstattung kommen die Mittel den Lehrlingen selbst zugute: Sie werden für Lehrlingseinkommen, Arbeits- und Lernmittel, Arbeitskleidung sowie Schutzausrüstung verwendet. Auf dieser Basis können die ÖBB in den Jahren 2025, 2026 und 2027 jedes Jahr um 100 Lehrlinge mehr aufnehmen als ursprünglich geplant.
Aktuell befinden sich 2.300 Jugendliche konzernweit in Ausbildung. Die ÖBB sind damit einer der größten Lehrlingsausbilder in Österreich. Aber auch der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern bleibt hoch: Pro Jahr suchen die ÖBB rund 4.100 neue Beschäftigte, insbesondere in technischen und eisenbahnspezifischen Berufen.
"Österreich hat keine Bodenschätze – unser wichtigster Rohstoff sind die Menschen. Fachkräfte fallen nicht vom Himmel, sie müssen ausgebildet werden: durch Unternehmen, die Verantwortung für die nächste Generation übernehmen und konsequent in Lehre, Ausbilder:innen und Infrastruktur investieren", sagt Konzernbetriebsratsvorsitzender Roman Hebenstreit.