"Artemis"-Mission

Österreicher schickt deutschen Astronauten zum Mond

Deutschland soll als erstes EU-Land einen Astronauten zur kommenden "Artemis"-Mondmission entsenden. Der früheste Starttermin ist bereits 2026.
Newsdesk Heute
27.11.2025, 14:47
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Europa setzt ein starkes Signal in Richtung Mond: Deutschland soll als erstes EU-Land einen Astronauten zur kommenden "Artemis"-Mission entsenden. Das gab Deutschlands Digital- und Raumfahrtministerin Dorothee Bär am Donnerstag in Bremen bekannt.

Gemeinsam mit dem österreichischen ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher bestätigte sie offiziell, dass ein deutscher Astronaut auf der nächsten Mondmission der NASA fliegen wird. "Ich habe entschieden, dass die ersten Europäer, die auf einer Mondmission fliegen werden, Esa-Astronauten deutscher, französischer und italienischer Nationalität sein werden", erklärte Aschbacher. Den Anfang soll Deutschland machen.

Frühester Starttermin bereits 2026

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, gilt Alexander Gerst als aussichtsreichster Kandidat, der für einen Mondflug bereits trainiert hat. Auch Matthias Maurer steht im Raum. Die ESA schlägt den Piloten vor, doch die letztendliche Entscheidung trifft die NASA. Frühester Starttermin ist kommendes Jahr. Die Mission sieht eine Umrundung des Mondes vor – eine Landung ist bei diesem zehntägigen Testflug noch nicht geplant.

Das Programm "Artemis" soll Menschen – darunter erstmals eine Frau – zurück auf die Mondoberfläche bringen und langfristig den Weg zu einer Mars-Mission bereiten. Bei der Tagung in Bremen wird festgelegt, wie Europa in der Raumfahrt künftig mithalten will.

Deutschland erhöht dafür seinen finanziellen Beitrag deutlich. "Beim letzten Mal waren es ja so knapp 3,5 Milliarden, dieses Mal haben wir uns fünf Milliarden vorgenommen", so Bär.

"Enorme Chance für Europa"

Rund 500 Delegierte entscheiden in Bremen über strategische Weichenstellungen. ESA-Astronaut Alexander Gerst sieht enorme Chancen: "Das ist eine ganz große Chance jetzt für Europa." Ziel sei, "dass wir entscheiden können, welche Missionen wir machen, und dass wir nicht auf Kooperationen angewiesen sind, die sich vielleicht nicht als so verlässlich erwiesen."

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hatte die europäische Raumfahrt hart getroffen – die Sojus-Raketen standen plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Technische Probleme bei europäischen Trägerraketen zwangen die ESA zusätzlich dazu, auf Starts über das US-Unternehmen SpaceX auszuweichen. Und auch unter einem möglichen US-Präsidenten Donald Trump bleibt unklar, wie stabil die Zusammenarbeit mit der NASA künftig wäre.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 27.11.2025, 15:06, 27.11.2025, 14:47
Jetzt E-Paper lesen