Die österreichische Wirtschaft kommt auch im dritten Quartal 2025 nur langsam in Schwung. Laut einer aktuellen Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo ist das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum zweiten Quartal real um 0,1 Prozent gestiegen. Damit setzt sich die träge Entwicklung der vergangenen Monate fort. Schon im ersten Halbjahr war das Wachstum schwach ausgefallen: Im ersten Quartal legte die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent zu, im zweiten Quartal schrumpfte sie sogar leicht um 0,1 Prozent.
Sowohl die Industrie als auch der Dienstleistungssektor entwickelten sich zuletzt nur verhalten. In der Bauwirtschaft ging die Wertschöpfung erneut zurück, sie sank um 0,5 Prozent. Auch im Handel, im Verkehr sowie in der Beherbergung und Gastronomie blieb die Entwicklung schwach, hier verringerte sich die wirtschaftliche Leistung um 0,2 Prozent.
Etwas besser lief es bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und in der öffentlichen Verwaltung, wo jeweils ein leichtes Plus von 0,2 Prozent zu verzeichnen war. Positiv entwickelten sich auch Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsleistungen sowie das Immobilienwesen, hier gab es Zuwächse von rund 0,3 Prozent.
Die Konsumnachfrage fiel ebenfalls verhalten aus. Die privaten Ausgaben stiegen nur minimal um 0,1 Prozent, während der Staat seine Ausgaben um 0,2 Prozent erhöhte. Bremsend wirkten hingegen die Investitionen, die um 0,3 Prozent zurückgingen. Auch der Außenhandel trug nicht zum Wachstum bei: Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent, die Importe stagnierten.
Insgesamt zeigt sich die heimische Wirtschaft weiter schwach. Das Wifo spricht von einer "trägen Dynamik auf breiter Basis". Die vollständigen Quartalsdaten für das dritte Quartal will die Statistik Austria am 4. Dezember veröffentlichen. Dann werden genauere Zahlen zu den einzelnen Wirtschaftsbereichen vorliegen.