Er sieht aus wie ein edles Accessoire, ist aber ein echtes Technik-Wunder. Der Oura Ring 4 verbindet minimalistisches Design mit moderner Sensorik und will den eigenen Körper besser verstehen lassen.
Schlafqualität, Stresslevel, Sauerstoffsättigung – das kleine Wearable misst diskret rund um die Uhr. "Heute" hat das Gadget, bereitgestellt von Alza.at, getestet und herausgefunden, ob sich der smarte Ring wirklich lohnt.
Der Oura Ring ist kein gewöhnlicher Fitnesstracker. Statt auf Schritte und Kalorien zu setzen, liegt der Fokus auf ganzheitlicher Gesundheit. LEDs messen Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung, ein Temperatursensor erfasst die Körpertemperatur, und ein Beschleunigungsmesser verfolgt Bewegungen.
Verbunden mit der App wird daraus ein persönlicher Gesundheitscoach. Für den vollen Zugriff und alle Funktionen ist ein Monatsbeitrag von 5,99 Euro erforderlich. Es dauert einige Tage bis Wochen, bis der Ring die individuellen Durchschnittswerte ermittelt hat, damit man beispielsweise die optimale Schlafdauer kennt. Er trackt nicht nur Schlafdauer, -effizienz und -phasen, sondern auch, wie erholsam der Schlaf tatsächlich war.
Aktivität erkennt der Ring automatisch – im "Heute"-Test wurde sogar Tanzen eigenständig erkannt.
Wer jedoch stark schwitzt, kann erleben, dass der Kontakt bei den Sensoren zeitweise unterbrochen wird. Sportler, die mit Hanteln oder Stangen trainieren, werden schnell merken, dass der Ring dabei unbequem ist und zerkratzt.
Besonders die Funktionen für Frauengesundheit überzeugen: Zyklusverlauf, Körpertemperatur in verschiedenen Phasen und Informationen zur Empfängniswahrscheinlichkeit sind in der App übersichtlich dokumentiert. Das kann bei Familienplanung oder Verhütung helfen.
Die hormonfreie Verhütung basiert häufig auf der Kombination von Temperatur- und Kalendermethode. Dabei wird der Zyklus sorgfältig dokumentiert und die tägliche Körpertemperatur erfasst, um die fruchtbaren Tage möglichst präzise zu bestimmen. Der Oura Ring erleichtert diesen Prozess, indem er die Temperatur automatisch misst – kontinuierlich über Tag und Nacht hinweg.
Im Alltag fällt der Ring kaum auf – mit einem Gewicht von nur 3,3 bis 5,2 Gramm (je nach Größe) trägt er sich angenehm leicht. Der Hersteller empfiehlt den Zeigefinger, was aber manchmal etwas störend sein kann. Gewechselt werden kann er problemlos auf jeden anderen Finger.
Um die perfekte Größe zu bestimmen, erhalten Kunden vor der Bestellung ein Größenprobier-Set, damit Tragekomfort und Messgenauigkeit gewährleistet sind. Laut Hersteller soll der Ring "am Fingeransatz eng und sicher sitzen, ohne dich einzuengen oder zu drücken".
Am besten testet man ihn 24 Stunden lang, da sich Finger besonders nachts durch Wassereinlagerungen verändern.
Preislich bewegt sich der Oura Ring 4 in der Premium-Liga: Je nach Modell und Farbe kostet er zwischen 399 und 549 Euro, zuzüglich der optionalen Mitgliedschaft für 5,99 Euro pro Monat, die den vollen Funktionsumfang freischaltet.
Das smarte Schmuckstück 4 ist bei Alza.at erhältlich und kann dort in verschiedenen Modellen und Farben bestellt werden.