"Project Freedom"

Paukenschlag! Saudis stoppten Trumps Hormus-Plan

Mit "Project Freedom" wollte US-Präsident Trump die iranische Blockade von Hormus gewaltsam durchbrechen. Die Saudis sollen den Plan gestoppt haben.
Nick Wolfinger
07.05.2026, 12:43
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Im Konflikt rund um die Straße von Hormus sorgt nun ein Bericht aus den USA für Aufsehen. Laut NBC News soll Saudi-Arabien US-Präsident Donald Trump nach seiner überraschenden Hormus-Ankündigung ausgebremst haben.

Demnach habe Trump die Golfstaaten mit dem sogenannten "Project Freedom" überrascht. Die Operation sollte Schiffen sicheres Geleit durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ermöglichen.

Saudis über Trump-Plan verärgert

Saudi-Arabien reagierte laut US-Regierungsvertretern verärgert. Dem Bericht zufolge verweigerte das Königreich den USA daraufhin den Zugang zum saudischen Luftraum sowie Starts von einer Militärbasis südöstlich von Riad.

Die Saudis gelten als wichtiger Partner der USA in der Region. Ohne Überflugrechte und Zugang zu Militärstützpunkten würden amerikanische Einsätze rund um den Iran deutlich schwieriger werden.

Ein beschädigtes Flugzeug der US-Luftwaffe nach einem iranischen Angriff im März auf der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien
Reuters

Krisentelefonat brachte nichts

Besonders brisant: Sogar ein Telefonat zwischen Trump und Kronprinz Mohammed bin Salman soll den Streit nicht gelöst haben. Auch andere Verbündete am Golf seien laut NBC von den Plänen überrascht worden.

Das Weiße Haus weist die Darstellung allerdings zurück. Man habe die Partner in der Region rechtzeitig informiert.

Iran-Frage weiter ungelöst

Währenddessen laufen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiter. Trump sprach zuletzt von einem möglichen "Deal" und behauptete sogar, Teheran habe bereits einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt. Der Iran reagierte deutlich vorsichtiger und sprach lediglich von einer Prüfung der US-Vorschläge.

Im Raum stehen laut US-Medien mögliche Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm. Im Gegenzug könnten eingefrorene iranische Gelder freigegeben werden. Gleichzeitig drohte Trump dem Iran mit neuen Angriffen, falls keine Einigung zustande kommt.

Die Lage bleibt angespannt: Die Kämpfe und Angriffe der vergangenen Wochen haben sowohl im Iran als auch in mehreren Golfstaaten schwere Schäden verursacht. Vor allem die explodierenden Energiepreise setzen die Weltwirtschaft zunehmend unter Druck.

Ausgerechnet Trumps engste Partner am Golf könnten jetzt zum größten Problem seiner Iran-Strategie werden.

{title && {title} } NW, {title && {title} } 07.05.2026, 12:43
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