Ein Polizist aus Linz sorgte mit einer ungewöhnlichen Aktion für einen handfesten Disziplinarfall. Der Beamte lief einer Kollegin im Verwaltungsbereich des Polizeianhaltezentrums mit einem Dildo nach – die "Krone" berichtete. Dabei sollen wohl auch frivole Bemerkungen gefallen sein.
Was der Polizist womöglich für einen Scherz hielt, kam bei anderen Anwesenden gar nicht gut an. Zeugen empfanden das Verhalten als unangebracht und sahen darin eine mögliche sexuelle Belästigung. Der Vorfall wurde intern gemeldet und ging nun vor die Bundesdisziplinarbehörde.
Dort waren gleich zwei Verhandlungstage notwendig, um die Zeugen einzuvernehmen und den Sachverhalt zu klären. Der Beamte, der bereits zum vierten Mal gegen das Dienstrecht verstieß, bangte sogar um seinen Job.
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Ausgerechnet die betroffene Kollegin wurde schließlich zur Retterin des Beamten. Bei ihrer Aussage erklärte sie, dass sie die Aktion lediglich als Spaß verstanden habe. Sie habe sich weder belästigt noch sexuell bedrängt gefühlt.
Ganz ohne Konsequenzen kam der Beamte allerdings nicht davon. Die Disziplinarkommission verhängte eine Geldstrafe in Höhe von satten 12.000 Euro. Begründung: Auch wenn sich die Kollegin persönlich nicht belästigt fühlte, war das Verhalten des Polizisten objektiv geeignet, eine sexuelle Belästigung darzustellen.