Nach Verbot von Verein

Polizisten stürmen mehrere Objekte von Kalifat-Fans

Auf der Straße forderten sie die Errichtung eines deutschen Gottesstaates, nun ist der Verein "Muslim Interaktiv" in Deutschland verboten.
Newsdesk Heute
05.11.2025, 10:44
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat Kalifat-Fans den Kampf angesagt. In einer Mitteilung verkündete der CSU-Politiker, dass die islamistische Vereinigung "Muslim Interaktiv" offiziell verboten sei. Auch das Vereinsvermögen werde beschlagnahmt.

"Wer auf unseren Straßen aggressiv das Kalifat fordert, in unerträglicher Weise gegen den Staat Israel und Juden hetzt und die Rechte von Frauen und Minderheiten verachtet, dem begegnen wir mit aller rechtsstaatlichen Härte", so der deutsche Innenminister.

Mehrere Hausdurchsuchungen

In weiterer Folge wurden am Mittwoch sieben Objekte in Hamburg von der Polizei durchsucht. Gleichzeitig wurden in Berlin und Hessen Ermittlungen gegen die Vereine "Generation Islam" und "Realität Islam" eingeleitet. Insgesamt kam es zur Durchsuchung von zwölf Objekten, berichtet "Bild".

"Wir lassen nicht zu, dass Organisationen wie 'Muslim Interaktiv' mit ihrem Hass unsere freie Gesellschaft zersetzen, unsere Demokratie verachten und unser Land von innen heraus angreifen", bekräftigt Dobrindt.

Erst im April 2024 marschierten über 1.200 Mitglieder des Vereins durch Hamburg und forderten dort die Errichtung eines deutschen Gottesstaates. "Kalifat ist die Lösung" wurde dabei skandiert.

Innensenator: "TikTok-Islamismus"

Als Schlag gegen "den modernen TikTok-Islamismus" feierte Hamburgs Innensenator, Andy Grote (SPD), die Maßnahmen. Mit dem nunmehrigen Verbot von "Muslim Interaktiv" hätten die deutschen Sicherheitsbehörden "eine gefährliche und sehr aktive islamistische Gruppierung ausgeschaltet", so der Innensenator.

Bereits im Jahr 2024 hatte der Hamburger Verfassungsschutz die Social-Media-Aktivitäten der Gruppierung als "gefährlich" eingestuft. Auf verschiedenen Plattformen wie Facebook, Instagram und TikTok sollen sie vor allem junge Muslime angesprochen haben.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.11.2025, 10:56, 05.11.2025, 10:44
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen