Endlich einmal gute Nachrichten von der Preisfront: Während die Inflation in Österreich im Juli bei 2,8 Prozent lag, zeigt ein genauer Blick auf die aktuellen Daten der Statistik Austria einige Lichtblicke für das Haushaltsbudget. Zahlreiche Produkte des täglichen Lebens sind mittlerweile deutlich billiger als noch vor einem Jahr.
Besonders auffällig ist der Preisrutsch im Supermarkt. Butter war – nach einem langen, steilen Preisanstieg – im Juli um satte 26,2 Prozent billiger als im Juli 2025.
Auch bei Milch zeigt der Trend klar nach unten: Haltbarmilch verbilligte sich um 20,6 Prozent, Frischmilch um 6,1 Prozent und länger frische Milch um 5,5 Prozent.
Gemüse droht in den kommenden Monaten eine deutliche Teuerung wegen der Dürre. Aber im Vergleich zum Vorjahr gibt es kräftige Rückgänge. Kartoffeln verbilligten sich um 16,5 Prozent, Zwiebeln sogar um 15,8 Prozent.
Selbst bei klassischen Alltagsprodukten zeigt die Kurve nach unten. Teigwaren verbilligten sich um 8,9 Prozent. Eine Semmel kostet im Schnitt 5,0 Prozent weniger als vor einem Jahr, Weizenmehl 4,1 Prozent weniger.
Der Preisrutsch beschränkt sich nicht auf Lebensmittel. Mobiltelefonie wurde im Jahresvergleich um 12,7 Prozent günstiger, mobiles Internet um 6,0 Prozent.
Entlastung bei Energie: Die jährlichen Gesamtkosten für Strom lagen im Juli um 10,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Auch bei Produkten, die viele gerne verstecken, zeigen sich überraschend starke Rückgänge. Kondome verbilligten sich gegenüber Juli 2025 um 17,3 Prozent. Tampons kosteten im Schnitt 12,0 Prozent weniger.
Unterm Strich zeigt sich damit ein für Konsumenten ungewöhnliches Bild: Die allgemeine Teuerung beträgt zwar weiterhin 2,8 Prozent, gleichzeitig wurde der tägliche Einkauf im Schnitt tatsächlich günstiger.