Proteste in Minneapolis

Springsteen wettert gegen "König Trumps Privatarmee"

Nach tödlichen Polizeieinsätzen in Minneapolis protestieren Tausende gegen das Vorgehen der Behörden und fordern den Abzug von ICE-Kräften.
Newsdesk Heute
31.01.2026, 13:41
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Tausende Menschen sind am Freitagnachmittag bei eisigen Temperaturen durch die Straßen einer Stadt im Norden der USA gezogen. Mit Transparenten und Schildern haben sie ihrem Ärger über die Politik von US-Präsident Donald Trump und das harte Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE Luft gemacht.

Auslöser war ein landesweiter Aktionstag unter dem Motto "Nationaler Shutdown", nachdem zwei US-Bürger in Minneapolis durch Schüsse ums Leben gekommen waren.

Wie NTV berichtet, haben sich in Minneapolis und vielen anderen Teilen der USA zahlreiche Menschen dem Protest angeschlossen. Aktivisten aus 46 Bundesstaaten waren dabei. Überall im Land haben Schüler und Lehrer den Unterricht verlassen, um den Abzug der ICE-Mitarbeiter aus Minnesota zu fordern.

In Aurora, Colorado, und Tucson, Arizona, blieben die Schulen überhaupt gleich geschlossen, weil so viele Lehrer und Schüler beim Protest mitgemacht haben.

Der 37-jährige Krankenpfleger Alex Pretti wurde am vergangenen Samstag am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis erschossen. Das US-Heimatschutzministerium hat zuerst von "Abwehrschüssen" der Einsatzkräfte gesprochen. Auf Videoaufnahmen sieht man aber, dass Pretti bereits am Boden lag, als die tödlichen Schüsse fielen.

Tausende Menschen haben sich in Minneapolis zusammengefunden, um gegen ICE zu demonstrieren.
IMAGO/ZUMA Press Wire

Das Vorgehen der Einsatzkräfte in Minneapolis sorgt im ganzen Land für Empörung. Schon am 7. Jänner wurde dort die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good erschossen. In mehreren Städten kam es deshalb zu Protesten. Trump hat daraufhin angekündigt, die Lage beruhigen zu wollen. Sein Grenzbeauftragter Tom Homan wurde nach Minneapolis geschickt. Laut Homan könnte es einen Teilabzug der Einsatzkräfte der Regierung geben.

Der Musiker Bruce Springsteen hat am Mittwoch auf Instagram sein Lied "Streets of Minneapolis" veröffentlicht – eine Hymne auf die Stadt und ihre Bewohner. In seinem Posting macht er auf den "Staatsterror" aufmerksam, der dort herrscht. Im Refrain des Liedes heißt es: "Oh Minneapolis, ich höre deine Stimme / die durch den blutigen Nebel schreit. Wir werden die Namen derer in Erinnerung behalten / die auf den Straßen von Minneapolis gestorben sind."

Springsteen, der mittlerweile 76 Jahre alt ist, richtet sich in seinem Lied gegen "König Trumps Privatarmee", die "Besatzer-Stiefel" trägt und "Pistolen an ihre Mäntel geschnallt hat". Damit meint er die rund 3.000 Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzagentur CBP, die von der Trump-Regierung nach Minneapolis geschickt wurden, um Zuwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung zu finden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 31.01.2026, 14:02, 31.01.2026, 13:41
Jetzt E-Paper lesen