So gelang Tat mitten in Wien

Rammbock-Bande schlug um 4.20 Uhr zu – so lief der Coup

Mit einem Luxus-SUV rammten Täter einen Juwelier am Wiener Graben. Sie flüchteten und ließen ein Trümmerfeld zurück. Ein Detail gibt Rätsel auf.
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Wiener Innenstadt im Schock: Erneut hat eine brutale Rammbock-Bande zugeschlagen. Im Visier hatten sie den Luxus-Juwelier Köck mitten auf dem Wiener Graben. Eine bessere Adresse gibt es kaum. Diese Informationen sind bisher bekannt:

Gegen 4.20 Uhr am Mittwoch raste die Bande mit Vollgas in einem schwarzen Lexus-SUV im Rückwärtsgang in das Portal des prominenten Schmuckhändlers. Die große Eingangstür wurde in das Geschäftslokal gedrückt. Der Coup dauerte wohl nur wenige Minuten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Um exakt 4.46 Uhr erhielt die "Heute"-Redaktion erste Informationen von einem Leserreporter. Da waren die Täter längst verschwunden. Der Graben sah aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Wegen der großen Wucht des Aufpralls lagen bis zur anderen Straßenseite Scherben auf dem Gehsteig.

Anrainerin sah das Chaos

Bald danach waren erste Ermittler am Graben, riegelten den Tatort weitläufig ab. Gegen 6.20 Uhr war eine Anrainerin am Weg zum Fitnesscenter, sah das Chaos: "Die Polizei war da, ich habe noch das Auto der Bande gesehen, die Autotüren waren weit offen", schildert die 54-Jährige.

Luxus-SUV demoliert

Um 7.30 hob ein Abschleppwagen das Auto an der Vorderachse in die Höhe, brachte es weg. Deutlich zu sehen waren am Fahrzeug die heftigen Spuren des Aufpralls: Die Rückscheibe war völlig zerfetzt, von der Stoßstange hingen Teile nach unten, das Heck war stark verbeult.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig! Mail an uns

Schon um 8 Uhr waren erste Mitarbeiter des Juweliers damit beschäftigt, die großen Scherbenhaufen zusammenzukehren und zu entfernen. Außerhalb des gesperrten Areals räumten zudem die Wiener Straßenkehrer der MA48 auf.

Das Glas hat sich fast zu Pulver verformt, es sah fast aus, als würde Schnee auf dem Boden liegen. Immer wieder kamen Wiener und Touristen vorbei, fragten, was los ist. Alle machten Fotos. Währenddessen sicherten Ermittler penibel Spuren im Inneren des Geschäfts.

Vieles erinnert an die Taten der berüchtigten Rammbock-Bande. Einiges irritiert dennoch: Bisher nutzten sie ausschließlich BMW-Modelle einer bestimmten Baureihe für ihre Taten. Nachdem sie die Shops leer räumten, verbrannten die Täter die Fahrzeuge, um ihre Spuren zu verwischen.

Diesmal war es eben ein japanischer Lexus, der am Tatort stehengelassen wurde.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen auf Hochtouren – von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

POM, zdz, Akt. 28.10.2026, 20:47, 28.10.2026, 20:00
Mehr zum Thema