Ein harmloser Kontrollauftrag wurde zu einem Ermittlungserfolg im Kampf gegen illegales Glücksspiel. Schon Ende Jänner kontrollierten Polizei und das Wiener Büro für Sofortmaßnahmen eine Wachtelfarm in Wien-Penzing. Der Grund: Verdacht auf illegale Gewerbeausübung.
Vor Ort machten die Beamten in dem Mehrparteienhaus eine erstaunliche Entdeckung. In den Räumlichkeiten standen gleich fünf betriebsbereite Glücksspielautomaten. Die Polizei alarmierte umgehend die zuständige Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung.
Die Finanzpolizisten nahmen die Geräte genau unter die Lupe, befragten die anwesenden Spieler. Dabei zeigte sich: Die Automaten wurden per Videokamera überwacht. Laut Aussagen der Spieler dürfte die Auszahlung von Gewinnen durch einen Hintermann erfolgt sein.
Alle fünf illegal aufgestellten Glücksspielgeräte wurden schließlich beschlagnahmt und aus dem Verkehr gezogen. Die Ermittlungen gegen die Betreiber laufen derzeit auf Hochtouren. Nach dem Glücksspielgesetz drohen Strafen von bis zu 150.000 Euro.
"Illegales Glücksspiel wird fernab jeglichen Spielerschutzes betrieben und kann Existenzen zerstören. Daher ist jeder sichergestellte illegal aufgestellte Automat ein wichtiger Schritt in diesem Kampf, und die Finanzpolizei wird weiterhin konsequent vorgehen. Wir gratulieren allen beteiligten Behörden zur guten Zusammenarbeit und zu diesem wichtigen Erfolg gegen das illegale Glücksspiel", fanden Finanzminister Markus Marterbauer (SP) und Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl klare Worte.