Musk steckt Millionen hinein

Republikanern droht bittere Niederlage in Texas

In der republikanischen Hochburg Texas bahnt sich eine Überraschung an. Ein Demokrat stellt Spendenrekorde auf, Elon Musk hält mit Millionen dagegen.
17.10.2026, 21:56
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In der republikanischen Hochburg Texas zeichnet sich vor den Midterms am 3. November ein überraschend enges Rennen ab. Der Demokrat James Talarico könnte dem Republikaner Ken Paxton den Senatssitz streitig machen. Dabei fließen gewaltige Summen in den Wahlkampf.

Demokrat stellt Spendenrekord auf

Laut "Texas Tribune" sammelte Talarico allein im dritten Quartal 64 Millionen Dollar (57 Millionen Euro) an Spenden. Das ist ein neuer Rekord für einen US-Senatskandidaten. Insgesamt nahm er seit Beginn seiner Kampagne bereits mehr als 134 Millionen Dollar (120 Millionen Euro) ein.

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Die Republikaner halten mit noch höheren Ausgaben dagegen. Allein im September investierten Unterstützer von Paxton rund 122 Millionen Dollar (109 Millionen Euro) in Werbung. Weitere 66 Millionen Dollar (59 Millionen Euro) an Werbezeit sind bis zum Wahltag reserviert. Ein Großteil des Geldes kommt von externen Organisationen.

Musk steckt Millionen in Wahlkampf

Auch Elon Musk unterstützt die Republikaner finanziell. Dem Senate Leadership Fund spendete der Tech-Milliardär 158 Millionen Dollar (141 Millionen Euro). Weitere zehn Millionen Dollar (neun Millionen Euro) gingen an eine Organisation, die Paxton unterstützt.

Andrew Romeo, Sprecher von Musks America PAC, verteidigte die Investitionen gegenüber der "New York Times". Sie würden den Republikanern helfen, ihre Botschaft zu verbreiten. Bei einem demokratischen Wahlsieg drohe Amerika aus seiner Sicht ein sozialistischer und grenzenloser Staat.

"David gegen Goliath"

Talarico stellt seinen Wahlkampf dagegen als Kampf gewöhnlicher Bürger gegen mächtige Geldgeber dar. Bei einem Auftritt in San Marcos verglich er sich mit dem biblischen David und erklärte seinen Anhängern: "Ihr seid meine Schleuder. Wir treten gegen unsere eigenen Goliaths an."

Inhaltlich setzt der 37-Jährige vor allem auf hohe Lebenshaltungskosten und den Einfluss der Superreichen. Gleichzeitig distanziert er sich von Ex-Präsident Joe Biden und Teilen seiner Partei. Nach republikanischen Vorwürfen, er sei Veganer, zeigte er sich zudem wiederholt beim Barbecue-Essen.

Republikanische Hochburg wackelt

Sein Gegner Paxton steht wegen früherer Korruptionsvorwürfe in der Kritik. 2023 wurde der 63-Jährige sogar von seiner eigenen Partei im texanischen Parlament angeklagt, später aber freigesprochen.

Für die Republikaner könnte eine Niederlage schwerwiegende Folgen haben. Sie halten derzeit 53 der 100 Senatssitze. Bei den Midterms werden 35 Mandate vergeben. Die Demokraten müssten vier republikanische Sitze erobern und ihre eigenen verteidigen, um die Mehrheit zu übernehmen.

Laut Reuters zählt Texas mittlerweile zu den Staaten, in denen die Demokraten überraschend gewinnen könnten. Umfragen sehen beide Kandidaten nahezu gleichauf, teilweise liegt Talarico knapp vorne. Ein Sieg könnte damit auch die Machtverhältnisse in Washington verändern.

red, 17.10.2026, 21:56