Nach Kabelbrand

Riesiges S-Bahn-Chaos: Tausende Pendler in NÖ betroffen

Nach dem Kabelbrand am Praterstern startet die Woche mit einem Notfahrplan. Vor allem Pendler aus Niederösterreich müssen öfter umsteigen.
Victoria Carina  Frühwirth
17.08.2026, 04:00
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Der Montag wird zur großen Belastungsprobe für den Berufsverkehr nach dem verheerenden Kabelbrand beim Wiener Praterstern – "Heute" berichtete. Tausende Pendler aus Niederösterreich müssen zum Wochenstart mit längeren Fahrzeiten, zusätzlichen Umstiegen und vollen Ersatzbussen rechnen.

Änderungen werden jetzt vorgezogen

Bei dem Brand wurden rund 20 Kilometer Kabel beschädigt. Deshalb fahren zwischen Wien Praterstern und Wien Hauptbahnhof derzeit keine Nahverkehrszüge. Die ÖBB haben Teile des Notfahrplans, der eigentlich erst mit der großen Stammstreckensperre ab 7. September vorgesehen war, vorgezogen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Für Niederösterreicher ist die Lage besonders mühsam, denn zusätzlich zu den Folgen des Kabelbrands laufen bereits umfangreiche Bauarbeiten nördlich von Wien.

Pendler aus dem Süden müssen früher raus

Wer etwa aus Wiener Neustadt, Baden oder Mödling nach Wien pendelt, muss aufpassen: Nahverkehrszüge aus dem Süden enden derzeit am Wiener Hauptbahnhof, teilweise bereits in Meidling.

Wer normalerweise mit der S-Bahn weiter in Richtung Rennweg, Wien Mitte oder Praterstern fährt, muss auf die Wiener Linien ausweichen. Zwischen dem Bahnhof Meidling und der U4-Station Längenfeldgasse fährt zusätzlich ein Shuttlebus. Von dort geht es mit U4 oder U6 weiter.

Weinviertel besonders stark betroffen

Noch komplizierter ist die Lage für Pendler aus dem Weinviertel. Wegen der bereits laufenden Bauarbeiten gibt es auch auf der Nordbahn und der Laaer Ostbahn Einschränkungen: Die S1 fährt nur bis Wien Süßenbrunn. Von dort bringt der Ersatzbus SV901 die Fahrgäste über Rennbahnweg zum Kagraner Platz und damit zur U1.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Auf der S2 ist in Gerasdorf Schluss. REX2-Züge enden bereits in Wolkersdorf. Ersatzbusse fahren weiter Richtung Wien und bieten unter anderem Anschlüsse an U1 und U6. Der REX1 wird über Wien Stadlau und Wien Simmering zum Wiener Hauptbahnhof umgeleitet.

Auch Raum Korneuburg betroffen

Pendler von der Nordwestbahn müssen ebenfalls mehr Zeit einplanen. Die S3/S4 endet in Wien Jedlersdorf. Beim REX3 ist bereits in Korneuburg Endstation.

Von Korneuburg fahren Expressbusse entweder direkt zum Wiener Praterstern oder zum Handelskai. Dort können Pendler auf U-Bahn und andere Öffis umsteigen.

Änderungen auch Richtung Schwechat

Aufpassen heißt es auch für Niederösterreicher aus dem Raum Schwechat und Fischamend. Die S7 fährt derzeit erst ab Wien Geiselbergstraße Richtung Flughafen und weiter nach Fischamend.

Zwischen Wien Mitte und Geiselbergstraße wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Wer aus Richtung Flughafen oder Schwechat in die Wiener Innenstadt will, muss entsprechend zusätzlich umsteigen. Der Flughafen selbst bleibt über Fernverkehrszüge vom Wiener Hauptbahnhof erreichbar.

Entspannung ist vorerst nicht in Sicht: Die Reparatur-Sperre dauert voraussichtlich bis 7. September. Danach gehen die Bauarbeiten nahtlos in die bereits geplante monatelange Hauptsperre der Wiener Stammstrecke über.

{title && {title} } VF, {title && {title} } 17.08.2026, 04:00
Mehr zum Thema