Rede am Dienstag

Rochade im Rathaus – Abschied von Stadträtin Gaál

Wohnbau-Stadträtin Kathrin Gaál geht, Elke Hanel-Torsch kommt: Kommende Woche stehen im Wiener Rathaus große Veränderungen an.
Wien Heute
22.03.2026, 07:29
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In der Wiener Stadtregierung kommt es kommende Woche zu einem bedeutenden Wechsel: Nach dem überraschenden Rückzug von Kathrin Gaál (50), den sie im Februar bekannt gab, wird das SPÖ-Regierungsteam neu aufgestellt.

Die eigentliche Rochade beginnt bereits am Dienstag (24. März). Dann hält Gaál – sie war seit 2018 Stadträtin und seit 2020 auch Vizebürgermeisterin – im Landtag ihre Abschiedsrede. Laut ihrem Büro wird sie nach der Aktuellen Stunde das Wort ergreifen. Weiter geht es dann am Mittwoch (25. März).

Angelobung der neuen Stadträtin

Die Nationalratsabgeordnete Elke Hanel-Torsch (44) – sie ist auch Vorsitzende der Mietervereinigung Wien und Bezirksparteivorsitzende der SPÖ Margareten – wird im Gemeinderat als neue Wohnbau- und Frauenstadträtin angelobt. Die Angelobung im Rathaus ist für die Mittagsstunden angesetzt – nach Fragestunde und Aktueller Stunde im Gemeinderat.

Die neue Stadträtin hat bereits klare Ziele formuliert. Sie will ihr Amt mit "Herzblut, Einsatz und Leidenschaft" ausfüllen. Ein zentrales Anliegen sei der Schutz der Mieter sowie das Grundrecht auf "leistbares, qualitätsvolles und sicheres Wohnen" – angesichts steigender Mieten und rückläufiger Neubauten warten auf die 44-Jährige große Herausforderungen.

Gaál wechselt zur Sozialbau

Nicht Hanel-Torsch, sondern Finanz-Stadträtin Barbara Novak (SPÖ) übernimmt künftig die Rolle der Vizebürgermeisterin – die zweite Vizebürgermeisterin ist Bildungs-Stadträtin Bettina Emmerling (Neos).

Für Kathrin Gaál beginnt zeitgleich ein neuer Abschnitt. Sie wechselt in den Vorstand der Sozialbau AG und tritt ihre Funktion dort mit 1. April 2026 an. Das Unternehmen zeigte sich in einer Aussendung erfreut über die Personalentscheidung.

Über eine Million Gehalt für dreiköpfigen Vorstand

Die Sozialbau AG ist der größte gemeinnützige Wohnbau-Verbund Österreichs. Sie betreut mehr als 54.900 Wohnungen und umfasst mehrere Genossenschaften sowie Tochtergesellschaften. Vor rund zehn Jahren sorgte die Sozialbau  für Schlagzeilen – die Gehälter der Vorstände lagen zeitweise über den gesetzlich erlaubten Grenzen für gemeinnützige Bauträger.

Laut einem (gesetzlichen) Prüfbericht des Geschäftsjahres 2024 erhielt der damals dreiköpfige Vorstand insgesamt 1.066.366,82 Euro. Ausgehend davon, dass alle drei Vorstände gleich viel verdienten, wären das rund 355.455 Euro pro Kopf. Gaál verdient derzeit noch als amtsführende Stadträtin 20.391,10 Euro – ein Jahresgehalt von 285.475 Euro.

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