Eskalation im Ärmelkanal

Russen-Kriegsschiff feuert Warnschuss auf Briten-Jacht

Im Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien kam es am Dienstag zu einem brisanten Zwischenfall mit einem russischen Kriegsschiff.
Nick Wolfinger
16.06.2026, 18:07
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Die Spannungen zwischen Russland und dem Westen haben am Dienstag für einen heiklen Vorfall im Ärmelkanal gesorgt. Die russische Fregatte "Admiral Grigorowitsch" feuerte laut einem Bericht der "Dailymail" gegen 11.40 Uhr Warnschüsse ab, nachdem sich eine britische Segeljacht dem Kriegsschiff genähert hatte.

Der Zwischenfall ereignete sich rund 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight zwischen der britischen Küste und der französischen Normandie. Das Gebiet liegt außerhalb der britischen Hoheitsgewässer.

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Jacht blieb unbeschädigt

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Auch Schäden an der Yacht wurden nicht gemeldet. Das Segelboot setzte seine Fahrt durch den Ärmelkanal nach dem Zwischenfall fort.

Ein Beiboot der britischen Marine von der HMS Tyne suchte die Jacht anschließend auf, um die Besatzung zu befragen und sicherzustellen, dass alle Personen an Bord unverletzt sind.

Putins Schiff seit Wochen beobachtet

Bei der "Admiral Grigorowitsch" handelt es sich um eine Fregatte der russischen Schwarzmeerflotte. Das Schiff wird seit mehreren Wochen in Gewässern nahe Großbritannien beobachtet.

Britische Streitkräfte hatten die Fregatte zuletzt beim Begleiten sogenannter Schattenflotten-Tanker registriert. Zudem hielt sich das Kriegsschiff wiederholt in der Nähe eines Windparks vor der Küste von Suffolk auf.

Bereits am Montag hatten die britischen Patrouillenschiffe HMS Mersey und HMS Tyne die russische Fregatte bei ihrer Fahrt durch den Ärmelkanal überwacht.

Zusammenhang mit russischem Tanker?

Für zusätzliche Brisanz sorgt der Zeitpunkt des Vorfalls. Erst am Sonntag hatten britische Behörden gemeinsam mit Royal Marines einen russischen Schattenflotten-Tanker im Ärmelkanal gestoppt und betreten.

Nach Angaben von Militärkreisen besteht jedoch kein Zusammenhang zwischen dieser Aktion und den Warnschüssen auf die Jacht.

Das britische Verteidigungsministerium bestätigte inzwischen, die Berichte über den Vorfall zu prüfen. Weitere Details wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

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