Wirtschaftsforum

Russlands Wirtschaft lahmt – Putin gibt Probleme zu

Putin hat eine schwächere Entwicklung der russischen Wirtschaft eingeräumt. Gleichzeitig verglich der Kremlchef die Lage mit jener der Eurozone.
Newsdesk Heute
05.06.2026, 19:03
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf die zunehmenden Sorgen um die Wirtschaftslage reagiert. Zwar räumte er eine Abschwächung des Wachstums ein, zugleich versuchte er, die Probleme zu relativieren.

"Von allen Seiten wird uns gesagt, dass bei uns alles schlecht läuft", sagte Putin am Freitag bei seiner Rede. Zugleich stellte er fest: "Ja, die wirtschaftliche Dynamik ist derzeit verhalten."

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Auf "gleichem Niveau" wie Europa

Der Kremlchef verglich die aktuelle Lage mit jener in Europa. Russland sei inzwischen "auf das gleiche Niveau gesunken", auf dem sich die Länder der Eurozone bereits seit Jahren befänden, erklärte er mit Blick auf das schwächere Wachstum.

Trotz der Herausforderungen zeigte sich Putin zuversichtlich. Russland stärke auch unter schwierigen Bedingungen seine wirtschaftliche Eigenständigkeit und baue die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern weiter aus. Besonders verwies er dabei auf Staaten des sogenannten globalen Südens.

Die russische Wirtschaft steht seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine und den darauf folgenden westlichen Sanktionen unter Druck. In den ersten Kriegsjahren gelang es Moskau noch, durch die Umstellung auf Kriegsproduktion Wirtschaftswachstum zu erzielen.

Inzwischen hat sich die Entwicklung jedoch deutlich abgeschwächt. Bereits 2025 kühlte sich das Wachstum merklich ab. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete die russische Regierung sogar einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts.

Auch bei den Staatsfinanzen zeichnen sich weitere Belastungen ab. Putin deutete in seiner Rede an, dass das Haushaltsdefizit im laufenden Jahr noch steigen könnte. Derzeit liege es bei 2,6 Prozent.

Gleichzeitig betonte der Präsident, dieser Wert liege unter den Defiziten vieler europäischer Staaten. Nicht erwähnt wurde dabei, dass Russland wegen der hohen Inflation und der damit verbundenen hohen Zinsen deutlich höhere Kosten für seine Staatsverschuldung tragen muss.

Trotz der schwächeren Konjunktur zeigte sich Putin überzeugt, dass die russische Wirtschaft wieder an Dynamik gewinnen werde.

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