Wegen Uni-Sparpaket

Sarg, "Free Palestine": Studenten-Demo gegen Kürzungen

Zahlreiche Studierende zogen am Donnerstag durch die Wiener Innenstadt, um gegen die geplanten Budgetkürzungen zu protestieren.
22.10.2026, 17:02
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"Eat the Rich", "Kürzen kostet Zukunft" oder "Danke für Nix!" – die Wut der Studenten ist groß angesichts der Regierungs-Sparpläne. Donnerstag ab 15 Uhr strömten sie in den Resselpark am Karlsplatz. Tausende kamen, um ihren Unmut zu zeigen. Noch gibt es keine Schätzungen, Zehntausende sind es wohl nicht geworden.

Einige Beobachter zeigten sich vorab nervös angesichts der Ausschreitungen in Frankreich. Dort wird geplündert, Feuer gelegt und geschlagen. Bei uns wurde vor der TU das Denkmal von Joseph Ressel (Erfinder des Schiffspropellers) vor dem Hauptgebäude der Technischen Universität von den Demonstranten verhüllt.

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In Wien lief der Protest unter dem Motto "Alarmstufe Rot – #UnisRetten". Die Teilnehmer an der Demo zeigen sich fest entschlossen, den Sparkurs der Regierung nicht einfach hinzunehmen.

Gemeinsam ziehen die Demonstranten um den Ring – sie marschieren gegen die Fahrtrichtung. Auf den Plakaten ist zu lesen: "Arbeitsamt wir kommen", "Ohne uns geht es bergab" und "Bildung, Kunst und Wissenschaft schrumpft – Nazis gefällt das". Parallele zu Frankreich: Auch hier sind einige Palästina-Fahnen zu sehen.

"Wir haben es satt"

Wir haben es satt, dass unsere Zukunft aufs Spiel gesetzt wird", betonte die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) bereits im Vorfeld.

Die Demo soll bis um 18 Uhr dauern und vor der Wiener Hauptuni enden. 10.000 Teilnehmer wurden zunächst insgesamt erwartet. Laut ÖH nahmen 50.000 Personen teil.

Stellenabbau droht

Für die 23 öffentlichen Unis in Österreich gibt es im Dreijahresbudget 2028 bis 2030 weniger Geld als gefordert – und zwar 16 statt 18 Milliarden Euro. Es drohen drastische Konsequenzen. Die Universitätenkonferenz uniko hat wegen der Budgetkürzungen bereits einen großen Stellenabbau angekündigt, vor allem bei jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

MedUni-Rektor Markus Müller erklärte bereits: "Die Budgetkürzung durch die Regierung wird bedeuten, dass wir 150 ärztliche Stellen nicht finanziell decken können."

nibu, Akt. 22.10.2026, 17:16, 22.10.2026, 17:02