"Extrem perfide"

Schumachers Familie zieht jetzt knallharte Konsequenzen

Drei Männer versuchten, die Familie von Michael Schumacher mit privaten Fotos zu erpressen. Schumis Managerin erklärt nun, was der Vorfall veränderte.
24.11.2025, 11:50
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Die versuchte Erpressung der Familie des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher hat deren Verhältnis zu ihren Mitarbeitenden nachhaltig beeinflusst. Laut der Aussage von Schumacher-Managerin Sabine Kehm vor dem Wuppertaler Landesgericht habe der Vorfall das Vertrauen der Familie erschüttert. "Der Vertrauensbruch hat dazu geführt, dass die Familie den Leuten, die für sie arbeiten, mit mehr Abstand gegenübertritt, dass sie vorsichtiger ist", erklärte Kehm während des Berufungsprozesses.

Die Täter hatten den Schumachers damit gedroht, private Fotos und Videos von Schumi zu veröffentlichen, sofern die Familie nicht 15 Millionen Euro bezahle. Andernfalls wollten sie das Material im Darknet verbreiten. Seit seinem schweren Skiunfall 2013, bei dem der ehemalige Formel-1-Star eine schwere Kopfverletzung erlitt, schützen seine Angehörigen und Angestellten ihn strikt vor öffentlicher Aufmerksamkeit.

Michael Schumacher: Managerin verärgert

Kehm zeigte sich empört über das Vorgehen der Erpresser: "Ich finde es persönlich extrem perfide, dass man das Leid so ausnutzen will, deswegen ist doch klar, dass die Familie ihren Leuten härter gegenübertritt", sagte sie.

Auch für belastete Arbeitsverhältnisse gebe es keinerlei Rechtfertigung: "Selbst wenn man sich trennt und nicht glücklich darüber ist, dann rechtfertigt das so etwas nicht. Corinna (Anm. d. R. Michaels Ehefrau) verfolgt das schon mit Verbitterung", so die 60-Jährige. Zudem würde die mediale Berichterstattung den Druck erhöhen: "Es ist doch klar, dass gewisse Medien wieder Fotografen an das Gelände schicken. Man wird da so ein Stück weit unfrei."

Haupttäter kassierte drei Jahre Haft

Das Amtsgericht Wuppertal hatte im Februar den mehrfach vorbestraften Haupttäter wegen besonders schwerer versuchter Erpressung zu drei Jahren Haft verurteilt. Ein früherer Sicherheitsmann der Familie erhielt wegen Beihilfe eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren sowie eine Geldauflage in Höhe von 2.400 Euro.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung legten Berufung ein, sodass der Fall nun vor dem Landesgericht weiterverhandelt wird. Das Urteil gegen den Sohn des Hauptangeklagten – sechs Monate auf Bewährung wegen Beihilfe – ist bereits rechtskräftig. Bis Anfang Dezember sind noch drei weitere Verhandlungstage geplant.

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