Aufruf an Europa

Selenskyj fordert mehr Luftabwehr für die Ukraine

Wolodymyr Selenskyj drängt in Brüssel auf rasche Waffenlieferungen für die Ukraine. Deutschland sagt weitere Unterstützung und Patriot-Raketen zu.
Newsdesk Heute
18.06.2026, 17:26
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die europäischen Verbündeten um noch mehr Hilfe beim Ausbau der Luftabwehr gebeten. "Wir haben die Mittel, und sie sind stark genug, um Russland auf einen Kurs zu bringen, auf dem Diplomatie die einzige Option ist", sagte Selenskyj am Donnerstag bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe unter Leitung von Großbritannien und Deutschland in Brüssel.

Kreml-Chef Wladimir Putin setze laut Selenskyj aktuell "ausschließlich auf ständige Raketenangriffe". "Und da er über ballistische Raketen verfügt, brauchen wir Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Raketen." Selenskyj war nach dem G7-Gipfel in Frankreich nach Brüssel gereist, um sich dort mit den Verbündeten Kiews abzusprechen.

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"Diesen schrecklichen Krieg beenden"

US-Präsident Donald Trump habe beim G7-Gipfel klar gesagt, "dass der Druck auf Russland erhöht werden muss, um diesen schrecklichen Krieg zu beenden", so Selenskyj weiter. Er forderte von den europäischen Partnern, die Beschaffung von Waffen für die Ukraine über ein Programm zum Kauf von US-Rüstungsgütern, den sogenannten Purl-Mechanismus, zu beschleunigen.

Besonders gehe es dabei um Patriot-Luftabwehrraketen. Die Ukraine brauche aber auch unbemannte Bodenfahrzeuge und Langstreckenartillerie. "Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend, und ich weiß, dass einige Länder bereits Beschlüsse über neue Beiträge vorbereitet haben", sagte Selenskyj. Diese müssten jetzt "so schnell wie möglich" umgesetzt werden.

Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte der Ukraine zuvor weitere Unterstützung zugesagt. Deutschland werde sich über den Purl-Mechanismus mit 200 Millionen Dollar (rund 174 Millionen Euro) an einem neuen US-Waffenpaket für Kiew beteiligen, sagte Pistorius am Donnerstag am Rande eines Treffens mit Nato-Kollegen.

Zusätzlich werde Berlin 200 Millionen Dollar für spezielle Lenkflugkörper für die Patriot-Luftabwehrsysteme beisteuern. Die Nato-Staaten und ihre Verbündeten können über den sogenannten Purl-Mechanismus Waffenpakete im Wert von jeweils 500 Millionen Dollar für die Ukraine in den USA kaufen.

Deutschland hat sich in der Vergangenheit bereits an drei solchen Paketen beteiligt. Auch andere Länder, wie Schweden, Kanada, Norwegen und die Niederlande, haben weitere Waffenkäufe für die Ukraine angekündigt.

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