Eine 65-jährige Frau aus dem Bezirk Klagenfurt-Land ist Opfer eines Betrugs geworden. Unbekannte Täter erbeuteten mehrere tausend Euro, nachdem sie die Frau mit gefälschten Warnungen zu ihrem ID-Austria-Zugang verunsichert hatten. Am 19. Oktober erstattete die Kärntnerin Anzeige bei der Polizei.
In den Tagen zuvor hatte die Frau wiederholt SMS-Nachrichten erhalten. Darin wurde behauptet, ihre ID-Austria-Login-Daten würden bald ablaufen. Am 13. Oktober folgte schließlich ein Anruf einer vermeintlichen Bankmitarbeiterin.
Die Anruferin behauptete, Unbekannte hätten die Zugangsdaten der Frau gehackt und würden versuchen, auf ihr Bankkonto zuzugreifen. Um das Konto zu überprüfen und abzusichern, müsse die Frau ihre Zugangsdaten telefonisch bekannt geben.
Die 65-Jährige vertraute der angeblichen Bankmitarbeiterin und gab die geforderten Daten weiter. Daraufhin überwiesen die Täter mehrere tausend Euro auf verschiedene Konten im In- und Ausland.
Der Fall zeigt, wie Betrüger mit einer Kombination aus SMS und Telefonanruf Druck auf ihre Opfer ausüben. Wer eine Nachricht über angeblich ablaufende Zugangsdaten erhält und anschließend zur Bekanntgabe sensibler Bankdaten aufgefordert wird, sollte besonders vorsichtig sein.
Banken benötigen keine telefonische Bekanntgabe von Passwörtern oder vollständigen Zugangsdaten, um ein Konto abzusichern.
Betroffene sollten im Verdachtsfall ihre Bank über eine selbst recherchierte offizielle Telefonnummer kontaktieren und verdächtige Nachrichten nicht über darin enthaltene Links öffnen.