So selten waren die Schüler seit März in der Schule

Maskenpflicht im Klassenzimmer
Maskenpflicht im Klassenzimmer Gregor Fischer / dpa / picturedesk.com
Österreich bleibt weiterhin im Lockdown. Auch die Schüler müssen sich weiterhin mit Distance Learning begnügen.

Die Corona-Maßnahmen in Österreich werden erneut verschärft, wie die Regierung am Sonntag verkündete. Grund für die Verlängerung des Lockdowns ist die neue Virus-Variante aus Großbritannien. Zu den neuen Regeln ab 25. Jänner zählen die Erhöhung der generellen Abstandsregel von einem auf zwei Meter sowie die FFP2-Masken-Pflicht im Handel und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Am 8. Februar sollen vorsichtige Öffnungsschritte folgen. Schüler dürfen erst an diesem Tag wieder in ihre Klassen zurückkehren, allerdings im Schichtbetrieb. Zudem werden Selbsttests an den Schulen eingesetzt und auch die Maskenpflicht gilt weiterhin.

"Zeit der Milde"

Bis zu den Semesterferien werden die Schüler somit im Distance Learning bleiben. Oberösterreich und die Steiermark legen die Semesterferien eine Woche nach vorne. In Wien und Niederösterreich geht es dann am 8. Februar im Schichtbetrieb los, alle anderen Bundesländer starten am 15. Februar. 

Das Semesterzeugnis wird wie jedes Jahr Ende Jänner bzw. Anfang Februar verteilt. Bildungsminister Faßmann forderte die Pädagogen und Pädagoginnen dazu auf, Milde walten zu lassen. "Derzeit ist nicht die Zeit der Härte, sondern die Zeit der Milde", hatte der ÖVP-Minister am Sonntag betont.

Lehrervertreter fordern klare Richtlinie bei Benotung

Lehrervertreter wünschen sich für die Benotung eine klare Richtlinie. Der oberste Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) forderte vom Bildungsministerium eine Vorgabe, unter welchen Gesichtspunkten und nach welchen Schwerpunkten die Leistungsbeurteilung in einer Situation ohne Präsenzunterricht stattfinden soll.

Die Schulnachrichten sollen demnach rechtzeitig vor Beginn der einwöchigen Semesterferien (in Wien und Niederösterreich ab 1. Februar, in allen anderen Bundesländern diesmal einheitlich ab 8. Februar) überreicht werden. 

Oberstufen zu 60 Prozent im Distance Learning

Wie der Schichtbetrieb dann ab 8. Februar ablaufen soll, ist noch unklar. Eine Möglichkeit wäre, dass die Klasse in zwei Gruppen geteilt wird. Die eine Gruppe kommt am Montag und bekommt Arbeitsaufgaben für Dienstag, wo sie zu Hause sind. Am Dienstag kommt die zweite Gruppe in die Schule. Auch ob eine FFP2-Maskenpflicht kommt, ist noch offen.

Eine Grafik der APA zeigt, wie oft bzw. selten die Schüler tatsächlich seit März für den Präsenzunterricht in der Schule waren. Bei den Oberstufenschülern machen die Tage im Distance Learning bereits 60 Prozent aus.

Tage mit Präsenzunterricht, Distance Learning und Schichtbetrieb seit März 2020
Tage mit Präsenzunterricht, Distance Learning und Schichtbetrieb seit März 2020APA-Grafik / picturedesk.com

Der erste Lockdown in Österreich trat am 16. März 2020 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt waren alle Schüler acht Wochen im Fernunterricht. Im Mai startete der Schichtbetrieb, allerdings vorerst nur für Unterstufen und Volksschüler. Die älteren Schüler blieben zwei weitere Wochen im Distance Learning. 

Zum neuen Schulstart im September folgten sieben Wochen im durchgehenden Präsenzunterricht für alle Schüler. Doch bereits Anfang November wurden die Oberstufen erneut in den Fernunterricht geschickt.

Vor wenigen Tagen war die Rückkehr an die Schulen für 25. Jänner geplant (siehe Grafik). Doch daraus wird jetzt wieder nichts. Sollten die Corona-Zahlen nicht sinken, wackelt auch der Termin am 8. Februar.

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