Wer auf dem Oktoberfest als Bedienung arbeitet, muss nicht nur ordentlich anpacken, sondern auch viele Ausgaben stemmen.
Die Verdienstmöglichkeiten in den rund zwei Wochen der Wiesn liegen laut einem Bericht des Focus zwischen 3.000 und 25.000 Euro. Allerdings ist der Höchstbetrag nur in besonders exklusiven Bereichen realistisch, in denen Promis verkehren und hochpreisige Getränke bestellt werden.
Viele Bedienungen verdienen zwischen 5.000 und 10.000 Euro, müssen dafür aber rund 16 Tage arbeiten – oft mit zwölfstündigen Schichten. So kommen etwa 200 Arbeitsstunden zusammen.
Wie die TZ berichtet, gibt es kein fixes Gehalt, sondern Provisionen: Pro verkaufter Maß sind etwa 1,40 Euro üblich. Wer in gut gebuchten Bereichen arbeitet, kann mit stabileren Umsätzen rechnen; im Biergarten hängt vieles vom Wetter und Besucherandrang ab.
Vor allem Unterkunft und Arbeitskleidung müssen Wiesn-Bedienungen meist selbst bezahlen. Die Kosten dafür können sich laut Focus auf 2.000 bis 3.000 Euro summieren – dazu zählen etwa 350 Euro für einen Parkplatz, 1.200 Euro für ein geteiltes Bett und 300 Euro pro Woche für Essen.
Dazu kommt häufig noch die Steuer: Wer die Wiesn als Nebenjob macht, muss oft mit hohen Abzügen rechnen. Wie viel davon später über die Steuererklärung zurückkommt, hängt vom gesamten Jahreseinkommen ab.
Trinkgeld macht einen wichtigen Anteil am Verdienst aus. Üblich sind laut Bericht 5 bis 10 Prozent, das entspricht bei einer Maß (2026 kostet sie zwischen 14,80 und 15,90 Euro) etwa 0,78 bis 1,56 Euro. Der Bierpreis ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,38 Prozent gestiegen.
Wiesn-Bedienungen können also in kurzer Zeit mehr verdienen als andere Arbeitnehmer im Monat. Doch der Job ist anstrengend, verlangt viele Arbeitsstunden und bringt hohe Ausgaben mit sich, bevor der eigentliche Gewinn übrig bleibt.