Der große Wiesn-Überblick

O’zapft is! – Tausende stürmen aufs Oktoberfest

Das 191. Oktoberfest in München ist eröffnet. Bis 4. Oktober warten auf die Besucher neue Fahrgeschäfte und Maßpreise bis 15,90 Euro.
Newsdesk Heute
19.09.2026, 16:41
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Die Maßkrüge sind gefüllt, die Fahrgeschäfte laufen: In München ist das 191. Oktoberfest eröffnet. Oberbürgermeister Dominik Krause brauchte beim traditionellen Anstich im Schottenhamel-Festzelt zwei Schläge. Die erste Maß bekam Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Krause hatte sich auf seinen großen Auftritt vorbereitet und bereits Wochen zuvor in einer Münchner Brauerei für den Fassanstich trainiert. Gefeiert wird auf der Wiesn heuer bis zum 4. Oktober.

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Hunderte warten schon am frühen Morgen

Bereits kurz nach 9 Uhr öffnete das Festgelände seine Tore. Vor dem Haupteingang hatte sich allerdings schon Stunden zuvor eine lange Schlange gebildet. Gegen 7 Uhr warteten dort bereits Hunderte Menschen, einige Besucher hatten sogar vor dem Gelände übernachtet.

Nach der Öffnung setzte der Ansturm auf die begehrten Plätze in den Festzelten ein. Ordner mussten die Menschen an den Eingängen zwischenzeitlich zurückhalten, damit sich der Andrang besser verteilte.

Wiesn-Bier hat es in sich

Im Durchschnitt trinkt jeder Oktoberfest-Besucher eine Maß. Das eigens für die Wiesn gebraute Bier ist allerdings stärker als viele gewöhnliche Biersorten. Bier-Experte Stefan Stang erklärt gegenüber der Bild-Zeitung: "Mit über 13,5 Prozent Stammwürze und über 6 Prozent Alkohol ist es deutlich stärker als herkömmliches Bier."

Das Bier geht auf die Tradition der Märzen-Biere zurück. "Es hatte mehr Zucker, der sich in Alkohol umwandelt, um es bis in den Herbst haltbar zu machen."

Großer Trachtenumzug am zweiten Tag

Nach dem Auftakt wartet am zweiten Wiesn-Tag bereits das nächste Großereignis. Rund 9.000 Trachtler aus ganz Deutschland nehmen an einem Umzug teil. Dazu kommen 60 festlich geschmückte Wagen.

Besonders traditionell geht es auf der Oidn Wiesn zu. Dort wird das Bier auch aus Steinkrügen ausgeschenkt. Der nostalgische Teil des Oktoberfests wurde 2010 anlässlich der 200-Jahr-Feier geschaffen und blieb anschließend bestehen.

Der Eintritt kostet vier Euro. Kinder bis 14 Jahre müssen nichts bezahlen, ab 21 Uhr ist der Zugang für alle kostenlos. Fahrgeschäfte wie Kettenflieger, Geisterbahn oder "Fahrt ins Paradies" kosten dort jeweils 1,50 Euro.

Neue Fahrgeschäfte auf der Wiesn

2026 gibt es auch mehrere Neuheiten. Erstmals ist das 42 Meter hohe "Chaospendel" dabei. Seine dreifach gelagerten Arme sorgen für Überschläge der beiden Gondeln, die jeweils acht Personen Platz bieten.

Neu ist außerdem das Laufgeschäft "Fisherman‘s Place". Eine riesige Krabbe begrüßt dort die Besucher. Mit drehenden Walzen, Hindernissen und 3D-Effekten wird ein Fischerdorf nachgestellt.

Auch beim "Shake & Roll" gibt es eine Neuerung. Das Fahrgeschäft baut auf dem bekannten "Break Dance" auf, die Gondeln können sich nun durch Fliehkräfte und das Gewicht der Fahrgäste überschlagen.

Netflix dreht auf dem Oktoberfest

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen heuer Dreharbeiten auf der Theresienwiese. Netflix produziert dort eine "Romantic-Comedy". Im Vorfeld wurden dafür 4.000 Komparsen gesucht. Sie sollen während der Produktion auf dem Oktoberfest vor der Kamera stehen.

Maß kostet bis zu 15,90 Euro

Wer auf der Wiesn Bier trinken möchte, muss 2026 tiefer in die Tasche greifen. Eine Maß kostet zwischen 14,80 und 15,90 Euro. Im Durchschnitt sind die Preise damit fast 2,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Zu den teuersten großen Zelten zählen das Armbrustschützenzelt, Löwenbräu und die Bräurosl. Dort werden jeweils 15,90 Euro verlangt.

Am günstigsten ist die Maß im Museumszelt auf der Oidn Wiesn. Dort kostet sie 14,80 Euro, allerdings wird dort Spaten und nicht Augustiner ausgeschenkt.

So lange hat die Wiesn geöffnet

Von Montag bis Donnerstag ist das Oktoberfest von 10 bis 23.30 Uhr geöffnet. Freitags können Besucher bis Mitternacht bleiben. Samstags läuft der Betrieb von 9 bis 24 Uhr, sonntags von 9 bis 23.30 Uhr.

Eine Ausnahme bilden die Käfer Wiesn-Schänke und Kufflers Weinzelt. Dort ist bis 1 Uhr geöffnet, die letzten Getränke werden um 0.30 Uhr ausgeschenkt.

Auf der Oidn Wiesn gelten eigene Zeiten: Von Sonntag bis Donnerstag ist sie von 10 bis 23.30 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis Mitternacht.

red,19.09.2026, 16:41