Nach Pub-Verbot für Politiker

So will die britische Regierung ihre Pubs retten

Nachdem letzten Dezember Wirte 404 Abgeordneten den Zutritt zu ihren Pubs verweigert hatten, kam nun das erhoffte Entlastungspaket der Regierung.
Newsdesk Heute
28.01.2026, 18:23
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Angesichts eines anhaltenden Rückgangs traditioneller britischer Pubs hat die Labour-Regierung nun ein steuerliches Entlastungspaket für die Branche angekündigt. Erst vor Kurzem verweigerten Kneipenwirte 404 britischen Parlamentariern aus Protest den Zutritt. Zur Jahreswende stieß man an immer mehr Pubtüren und -fenstern auf "No Labour MPs"-Sticker.

In der Regierungsaussendung wird Labour-Finanzministerin Rachel Reeves zitiert: "Um den Stolz auf unsere Gemeinden wiederherzustellen, brauchen wir florierende Pubs." Die Gewerbesteuer soll nun für alle Pub-Betreiber ab April um 15 Prozent gesenkt und anschließend für zwei Jahre eingefroren werden, wie die Regierung bekanntgab. Das entspreche einer durchschnittlichen Ersparnis von 1.650 Pfund (rund 1.899 Euro) pro Jahr.

80 Millionen Pfund Unterstützung

Nach Angaben der Regierung haben in Großbritannien seit 2010 beinahe 7.000 Pubs dichtgemacht, das ist ein Rückgang um 15 Prozent. Im vergangenen Jahr schloss durchschnittlich ein Pub pro Tag, berichtet "Guardian".

Die Zeitung schreibt von mehr als 80 Millionen Pfund pro Jahr an zusätzlicher finanziellen Unterstützungen für Pubs und das über drei Jahre hinweg. "Es gilt zunächst nur für England, die Regierung kündigte jedoch an, zusätzliche Mittel für Schottland und Wales bereitzustellen", hieß es darüber hinaus.

Florierende Pub-Wirtschaft

Ziel sei es, über 1.000 Pubs zu helfen, zusätzliche Angebote für die lokale Bevölkerung bereitzustellen. Im Frühjahr werde man daher eine Konsultation zu weiteren Lockerung der Bauvorschriften durchführen, "um Pubs zu begünstigen und ihnen den Bau neuer Gästezimmer oder die Erweiterung ihrer Gästeräume ohne lokale Baugenehmigung zu ermöglichen".

"Wir freuen uns, dass die Regierung unsere Bedenken gehört hat", sagte Emma McClarkin, Chefin des Branchenverbandes British Beer and Pub Association (BBPA). Zuvor hatte die Branche gewarnt, dass die im November beschlossenen Haushaltsmaßnahmen der Regierung die Pubs weiter unter Druck setzen könnten.

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