Partei und Regierung

SPÖ fixiert Babler-Aus – wer künftig was macht

Die SPÖ-Gremien fassen die Beschlüsse für den Fahrplan der nächsten Monate. Holzleitner/Kucher übernehmen die Partei und organisieren Sonderparteitag.
Angela Sellner
08.10.2026, 16:47
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Die SPÖ stellt am Donnerstag die Weichen für die personelle Neuaufstellung der Partei. Der Rückzug von Andreas Babler wird besiegelt.

Zunächst, indem mit Frauenchefin Eva-Maria Holzleitner und Klubobmann Philip Kucher zwei geschäftsführende Parteivorsitzende offiziell bestellt werden. Am Sonntag war das beim SPÖ-Krisentreffen vereinbart worden, der offizielle Beschluss erfolgt am Donnerstag im Parteivorstand.

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Neue Zuständigkeiten

Mit der Inthronisierung des Duos Holzleitner/Kucher werden auch die Zuständigkeiten neu verteilt. Formal bleibt Babler zwar vorerst Parteivorsitzender. Er soll sich aber in den nächsten Monaten bis Jahresende vor allem den Aufgaben in der Regierung als Vizekanzler widmen.

Die Neuausrichtung der Partei soll Holzleitner und Kucher obliegen.

Anfang 2027 wird Babler das Vizekanzleramt zurücklegen. Das soll dann Markus Marterbauer übernehmen, wenn es sein Gesundheitszustand nach der Genesung von einer Krebserkrankung zulässt.

Neues Duo organisiert Parteitag

Babler legt Anfang 2027 auch den Parteivorsitz zurück. Diesen übernehmen dann interimistisch Holzleitner und Kucher komplett. Sie sollen auch einen Parteitag organisieren, bei dem dann der künftige neue SPÖ-Vorsitzende gewählt wird. Der Termin dafür dürfte zu Beginn des Frühjahrs sein.

Holzleitner und Kucher selbst wollen selbst nicht für den Vorsitz kandidieren, betonten sie mehrmals. Wunschkandidat für den neuen Parteichef ist auch Marterbauer. Ob er das machen kann und will, ist offen.

Marterbauer per Video zugeschaltet

Marterbauer ist selbst bei den Gremiensitzungen am Donnerstag nicht dabei. Er ist in Luxemburg beim EU-Finanzministertreffen, wird der Sitzung im SPÖ-Klub im Parlament teilweise per Video zugeschaltet.

Die große Frage in aller Munde am Donnerstag: Wird Babler dauerhaft, also auch 2027 Minister bleiben? So hatte er es angekündigt. Das klingt mittlerweile etwas anders. Parteigranden verwiesen jetzt im Vorfeld der Sitzung auf mögliche "andere Lösungen". Babler selbst ließ das offener als zuvor – das werde Marterbauer als dann amtierender Vizekanzler entscheiden.

sea,Akt. 08.10.2026, 16:49, 08.10.2026, 16:47
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