Nach stundenlangen Krisengesprächen ist die Entscheidung nun gefallen: Andreas Babler bleibt vorerst SPÖ-Chef, wird aber mit Ende des Jahres abgelöst. Die roten Länderchefs und Parteispitzen hatten am Sonntag in Wien über die Zukunft der Partei beraten.
Vor dem entscheidenden Treffen wurde eine Ablöse von Babler mehrfach diskutiert und galt innerhalb der Partei als fixe Sache. Ein hochrangiger SPÖ-Grande sagte gegenüber "Heute": "Ihm ist klar, dass es aus ist."
Offen ist nun vor allem, wie der Wechsel an der Parteispitze abläuft. Wie "Heute" aus Parteikreisen erfuhr, werden ihm Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Klubobmann Philip Kucher zur Seite gestellt.
Sein Amt als Vizekanzler muss Babler nach "Heute"-Informationen Anfang nächsten Jahres abgeben. Demnach soll ihm Finanzminister Markus Marterbauer nachfolgen. Babler wird weiter Minister für Sport, Wohnen, Kunst und Medien bleiben.Bei einem Parteitag im März soll dann über die weitere Führung der Partei entschieden werden. Dieser soll maßgeblich von Holzleitner und Kucher vorbereitet werden.