"Am Boden zerstört"

Teamkollege nimmt "Todes-Tormann" nach Drama in Schutz

Nach dem Tod von Jesus de Miguel wird Torhüter Jesus Owono im Netz angefeindet. Nun stellt sich Teamkollege Lautaro Spatz hinter seinen Freund.
05.11.2026, 05:39
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Der spanische Fußball trauert um Jesus de Miguel. Der Angreifer des FC Teneriffa war am Montag heftig mit Andorra-Torhüter Jesus Owono zusammengeprallt. Am Dienstagmorgen erlag er seinen Verletzungen.

Seither sieht sich Owono massiven Anfeindungen im Netz ausgesetzt. Der 25-Jährige deaktivierte seine Social-Media-Accounts vorübergehend. Nun meldet sich sein Teamkollege Lautaro Spatz zu Wort, der den Zusammenprall aus nächster Nähe miterlebt hatte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Es gibt Momente, in denen der Fußball jeglichen Sinn verliert. Momente, die dich für immer prägen und dir bewusst machen, wie zerbrechlich das Leben sein kann", schreibt der Argentinier in einem Social-Media-Statement. "Was wir erlebt haben, wird keiner von uns jemals vergessen. Eine Tragödie, die uns völlig zerbrochen zurücklässt, sprachlos und mit einer kaum zu beschreibenden Traurigkeit."

Seine Gedanken gelten der Familie, den Freunden und Angehörigen des Verstorbenen. Auch innerhalb der Mannschaft sitzt der Schock tief. "Seit gestern sind wir, der gesamte Kader des FC Andorra, erschüttert, am Boden zerstört und von dem Geschehenen tief betroffen. Es ist eine Tragödie, die wir uns nie hätten vorstellen können, auf einem Spielfeld erleben zu müssen."

Zugleich stellt sich Spatz hinter seinen angefeindeten Mitspieler. "Ich möchte ein paar Worte an meinen Teamkollegen, Torwart und Freund richten, der von dem Vorfall zutiefst getroffen ist", schreibt er. "Wer ihn kennt, weiß, was für ein Mensch er ist, wie sehr er in diesen Momenten leidet und dass er niemals die Absicht hätte, jemandem zu schaden. Im Fußball gibt es unglückliche Zufälle, aber niemand kann sich vorstellen, dass einer davon so tragische Folgen haben könnte."

Am Samstag wird Jesus de Miguel bei einer großen öffentlichen Trauerfeier im Stadion des Zweitligisten verabschiedet. Zuvor findet die Beerdigung in Navahermosa in der Provinz Toledo im Beisein des Trainerstabs und der Vereinsführung statt.

Teneriffa hat eine sechstägige Vereinstrauer ausgerufen. Sämtliche Aktivitäten der Männer-, Frauen- und Jugendmannschaften wurden bis Ende der Woche eingestellt. Spatz beendet sein Statement mit den Worten: "Ruhe in Frieden, Demi".

red, 05.11.2026, 05:39
Weitere Storys