Elisabeth Zehetner, Staatssekretärin für Energie, hat mit ihren Aussagen zur aktuellen Krise schon mehrfach aufhorchen lassen. "Ein Grad weniger Raumtemperatur spart sechs Prozent Gas. Also vielleicht daheim eine dünne Jacke anziehen und weniger heizen", riet sie den Österreichern im "Heute"-Interview – und sprach sich für freiwilliges Tempo 100 aus.
In der "Zeit im Bild 2" am Ostermontag verteidigte sie eingangs die Spritpreisbremse und deren rasches Inkrafttreten. Aber es sei nun mal eine internationale Krise, von der sich Österreich nicht abkoppeln könne. Bei einem zu starken Preiseingriff könne es zudem zu Versorgungsengpässen kommen. "Ein billiger Sprit nutzt nichts, wenn ich ihn an der Tankstelle nicht bekomme."
Aktuell entspanne sich die Lage wieder leicht, sagte sie gegenüber Martin Thür. Als nächsten Schritt brauche es ein "gemeinsames Vorgehen auf europäischer Ebene". Die Spritpreisbremse ist ja auch nur auf einen Monat befristet, gegen Ende hin werde es aber eine Neubeurteilung geben.
Und: Wenn die Straße von Hormus nicht geöffnet wird, kann die Krise noch teurer werden. "Wir müssen aktuell auf Sicht fahren." Laufend bewerte die Regierung jetzt neu, ob es neue Maßnahmen brauche – so wie Tempo 100.
Aber: "Derzeit haben wir keine Versorgungskrise, wir haben eine Preiskrise." Eine Pflicht zu Tempo 100 würde wenig preisdämpfend sein, persönlich bringt es natürlich eine Ersparnis – deswegen bleibt es bei der freiwilligen Empfehlung, weniger Sprit zu verbrauchen.