Sepp Schellhorn ist als Staatssekretär für Deregulierung zuständig. In Sachen Dienstwagen hat er alles genau geregelt. Da musste es für den Neos-Politiker ein Audi A8 sein – natürlich in der Langversion. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Markus Tschank hat in Sachen A8 eine parlamentarische Anfrage an Schellhorns "Chefin", Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, gestellt. Diese umfasst insgesamt acht Fragen.
Die ersten sieben davon drehen sich um mögliche – private – Fahrten im A8 zu Unternehmen im Besitz des umtriebigen Gastronomen Schellhorn, etwa zur "Sepp Schellhorn Catering GmbH" oder zur Firma "Schellhorn Consultants GmbH" in an nobler Adresse in der Wiener City.
In diesem Bereich gibt sich Meinl-Reisinger in ihrer Antwort sehr zugeknöpft. Nur so viel: Schellhorn habe "den für Mitglieder der Bundesregierung vorgesehenen Eigenanteil für die private Nutzung des Kraftfahrzeugs zu leisten". Dieser betrage seit 1. Jänner 2026 genau 814,40 Euro. "Darüber hinaus ist die private Nutzung von Dienstwägen durch Mitglieder der Bundesregierung kein Gegenstand der Vollziehung", teilt die Außenministerin dem freiheitlichen Parlamentarier mit.
Etwas auskunftsfreudiger gibt sie sich bei der achten Frage. Diese bezieht sich auf dienstliche Fahrten zu anderen Firmen im Bundesgebiet oder im Ausland. 180 derartige Fahrten habe Schellhorn – im Wiener Regierungsviertel wegen seines A8 auch "Achter-Sepp" genannt – seit der Anschaffung des Luxus-Wagens unternommen.
Dann hat Meinl-Reisinger aber die nächste Enttäuschung für Tschank parat: "Ich ersuche um Verständnis, dass eine detailliertere Beantwortung in Anbetracht des dafür erforderlichen hohen Verwaltungsaufwandes im Konnex mit der gebotenen Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit jedes Verwaltungshandels nicht erfolgen kann.
Spannend, was die Neos als Partei, die sich Transparenz groß auf ihre Fahnen geschrieben hat, in Opposition zu einer solchen Antwort gesagt hätten …