"Deeskalation durch Vermittlung", unter diesem Motto hat sich Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) am Montag auf den Weg nach Saudi-Arabien gemacht. Wie der "Standard" berichtet, wolle sie sich dort mit ihrem Amtskollegen Faisal bin Farhan Al Saud treffen.
Auch weitere Treffen mit dem Generalsekretär des Golfkooperationsrats Jassim Mohammed Al-Budaiwi und Wirtschaftsminister Faisal F. Alibrahim stehen auf dem Plan. Die Reise soll demnach mehrere Tage dauern.
Wie "Heute" bereits berichtete, telefonierte die Außenministerin am Wochenende schon mit ihrem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi. Es sei Meinl-Reisinger wichtig, "den Dialog aufrechtzuerhalten". Gleichzeitig betonte sie die Wichtigkeit einer diplomatischen Lösung.
Aber nicht nur mit dem Iran hatte die NEOS-Frontfrau in letzter Zeit Kontakt. Unter Berufung auf das Außenressort berichtet der "Standard" von Gesprächen mit Vertretern der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, des Oman und Kuwaits.
Aber auch mit den im Konflikt vermittelnden Ländern Ägypten und Türkei habe sich Meinl-Reisinger unterhalten. Vermitteln sei wohl auch das Ziel der Außenministerin. Seitens ihres Ressorts wird betont, dass "alle diplomatischen Möglichkeiten" ausgeschöpft werden müssten.
Zugleich sei ihre Saudi-Arabien-Reise auch ein Solidaritätsbesuch, denn: Die Golfstaaten seien Opfer des Kriegs, nicht die Verursacher. Gleichzeitig wies die Außenministerin darauf hin, dass auch Österreich unter den Folgen des Irankriegs leide.
Deswegen sei es auch so wichtig, in der Region präsent zu sein. "Außenpolitik geht nicht von der Seitenlinie", so Meinl-Reisinger. In Saudi-Arabien und der gesamten Region wolle sie nun Wege zur Deeskalation finden.