9,7 Millionen in 3 Monaten

Buffets, Mozartkugeln, Reisen – die Regierungsspesen

Die Regierung macht ihrem Ruf als teuerste aller Zeiten weiterhin alle Ehre. Diesmal im Fokus: ihre Ausgaben für Spesen und Ähnliches.
Heute Politik
10.03.2026, 18:49
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Wie viel hat die Regierung von Oktober bis Dezember 2025 für Spesen und ähnliches ausgegeben? Das hat FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer mittlerweile bereits traditionellen Anfrageserie an die verschiedenen Ministerinnen und Minister aufgedeckt. "Heute" hat die kuriosesten Posten der insgesamt 9,7 Millionen Euro.

65.000 Euro für Verpflegung im Sozialministerium

Die höchsten Ausgaben für Verpflegung im vierten Quartal verbuchte Sozialministerin Korinna Schumann. Insgesamt waren es im wahrsten Sinn des Wortes satte 64.458 Euro. Eine weitere Auffälligkeit in ihrer Beantwortung: Sie nutzte weiterhin die Dienste der Agentur "bettertogether". Diese war mit einem Interviewcoaching für Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler um stolze 6.000 Euro in die Schlagzeilen geraten.

Meinl-Reisinger zahlte sechs Packungen Mozartkugeln

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) wiederum gab 498.920,07 Euro für Werbung aus. So refundierte man etwa Johannes Hahn, Ex-EU-Kommissar (ÖVP) und mittlerweile Sonderbotschafter für Österreichs Kandidatur im UNO-Sicherheitsrat, 84,94 Euro (!) für sechs Packungen Mozartkugeln.

Totschnigs Agentur-Boost

Landwirtschaftsminister Nobert Totschnig (ÖVP) seinerseits ließ für Agenturleistungen 237.905 Euro springen. Darunter fanden sich auch 69.666,84 Euro für ein Konsortium, in dem auch der von den Grünen entsandte, frühere Vorsitzende des ORF-Stiftungsrats saß.

Übernachtung im Zwei-Sterne-Hotel

Ins Auge stechen in seiner Anfragebeantwortung auch Nächtigungskosten für ihn und drei Kabinettsmitarbeiter bei der Klimakonferenz COP im brasilianischen Bélem. Acht Nächte für die vierköpfige Delegation kosteten exakt 11.979, 13 Euro. Zu seiner Vertreidigung muss man hier dazusagen, dass es sich beim Hotel "Val de Cans" um ein Zwei-Stern-Haus handelt, das auf Bildern im Internet alles andere wie eine Luxusherberge wirkt.

Der Kanzler sitzt fest in neuer Sitzgruppe

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) zahlte für die Installation einer Gegensprechanlage im Kanzleramt 1.635,74 Euro. Ebenfalls angeschafft wurde eine Sitzgruppe um 3.542 Euro.

Bablers Kulturgenuss kommt Steuerzahler teuer

Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) gab in seiner Antwort an, dass er sich vier Eintrittskarten für das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker geleistet hat. Kostenpunkt: 4.800 Euro, also immerhin 1.200 Euro pro Stück.

Finanzminister verzichtet auf Luxuslimousine

Der oberste Sparmeister der Republik, Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ), erweist sich beim Fuhrpark weiterhin als ebensolcher. Er nutzt einen Skoda Superb, der 984,01 Euro Leasingkosten verursachte.

Bei Tanner sind die Räume wieder dicht

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) musste wohl zu viel Zeit in zugigen Räumen verbringen. Sie ließ die Fensterdichtungen in den Räumlichkeiten ihres Kabinetts um exakt 9.554,12 Euro erneuern.

„Die XXL-Verliererkoalition greift ohne Genierer kräftig zu.“
Michael SchnedlitzGeneralsekretär FPÖ

FPÖ-General Schnedlitz übt einmal mehr scharfe Kritik an der hohen Summe: "Die XXL-Verliererkoalition greift auch bei Spesen, Repräsentationskosten und Co. ohne Genierer kräftig zu. Fast zehn Millionen Euro in nur drei Monaten sind eine absolute Unverschämtheit. Diese Regierung spart nicht bei sich selbst, sondern schröpft nur die Steuerzahler.

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