Was für eine Erfolgsgeschichte! Aufgewachsen auf einem kleinen Bauernhof in Rohrbach an der Gölsen (Bezirk Lilienfeld), singt Andreas Schager (55) heute auf den berühmtesten Opernbühnen der Welt. Von der Mailänder Scala über die Metropolitan Opera in New York bis zu den Bayreuther Festspielen: Der Niederösterreicher hat es ganz nach oben geschafft. Jetzt winkt ihm sogar ein begehrter internationaler Opernpreis.
Dabei deutete in seiner Kindheit noch wenig auf eine Weltkarriere hin. Schager wuchs in einfachen Verhältnissen auf, seine Familie betrieb eine kleine Landwirtschaft. Seine ersten musikalischen Erfahrungen machte er im Kirchenchor. Nach einem Gesangsstudium in Wien begann er seine Laufbahn zunächst mit Operetten und lyrischen Rollen.
Später entdeckte er seine Leidenschaft für die großen Wagner-Partien. Heute gehört der Niederösterreicher zu den gefragtesten Heldentenören der Welt. Ob als Siegfried, Tristan oder Parsifal: Schager begeistert das internationale Opernpublikum.
Der nächste Höhepunkt könnte schon bald folgen. Schager ist als einziger Österreicher unter acht internationalen Opernstars für den Publikumspreis der International Opera Awards 2026 nominiert. Die Auszeichnung gilt als eine Art "Oscar der Opernwelt". Besonders schön: Die Preise werden heuer erstmals in Österreich vergeben, und zwar am 21. November im MusikTheater an der Wien.
"Dass ich als einziger Österreicher in dieser Kategorie nominiert bin, freut mich natürlich ganz besonders", strahlt Schager. Dass ausgerechnet das Publikum über den Gewinner entscheidet, mache die Nominierung für ihn noch spezieller.
Ob der einstige Bauernbub tatsächlich einen der begehrten Preise abräumt, liegt nun auch in den Händen seiner heimischen Fans. Noch bis Mittwoch, 21. Oktober, kann unter operaawards.org/vote für den Heldentenor Andreas Schager abgestimmt werden.