Prozess um Suchtgefahr

TikTok zahlt für Vergleich vor Gericht 100 Millionen $

TikTok zahlt in Alabama mindestens 100 Millionen Dollar und begrenzt die Nutzungszeit für Jugendliche nach Vorwürfen unzureichenden Schutzes.
Digital  Heute
26.09.2026, 17:35
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TikTok hat einen Prozess im US-Staat Alabama abgewendet, der eigentlich am Montag stattfinden hätte sollen. Grund dafür waren Vorwürfe, dass TikTok Minderjährige nicht genug vor der Sucht nach sozialen Medien schützt.

Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag bekanntgegeben hat, zahlt das Unternehmen im Rahmen eines Vergleichs mindestens 100 Millionen Dollar, also rund 87,7 Millionen Euro. Außerdem soll für junge Nutzer die tägliche Nutzungszeit auf zwei Stunden beschränkt werden.

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Die Mindestsumme muss laut Marshall innerhalb von 45 Tagen überwiesen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Zahlung sogar auf bis zu 300 Millionen Dollar steigen. Mit dem Vergleich ist das Verfahren drei Tage vor Prozessbeginn in Montgomery beendet worden. Andere Klagen von mehr als einem Dutzend weiterer US-Staaten gegen TikTok sind davon aber nicht betroffen.

TikTok hat die Vorwürfe zurückgewiesen

Alabama hatte TikTok und die chinesische Mutterfirma ByteDance im April 2025 geklagt. In der Klage hieß es, die Video-App würde junge Leute ähnlich wie "Spielautomaten" verführen. Ermittler, die sich als 13- bis 15-Jährige ausgegeben haben, bekamen unter anderem Videos über Suizid, Selbstverletzung, Essstörungen sowie Alkohol und Sex angezeigt.

Außerdem wurde TikTok vorgeworfen, Eltern über Schutzfunktionen für Minderjährige getäuscht zu haben. TikTok hat die Vorwürfe zurückgewiesen und sich auf ein US-Bundesgesetz berufen, das Online-Plattformen von der Haftung für von Nutzern veröffentlichte Inhalte befreit.

Heuer gab es in den USA schon mehrere Prozesse gegen Meta, also die Mutter von Instagram und Facebook, sowie gegen YouTube von Google. Auch diese Unternehmen wurden zu hohen Strafzahlungen verurteilt.

red,26.09.2026, 17:35
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