Die Osttirolerin war bereits am Freitag zu einer Skitour im Bereich des Schneebiger Nock (Südtirol) aufgebrochen, kehrte jedoch nicht wie erwartet zurück und setzte auch keinen Kontakt mehr ab. Als am Samstag weiterhin keine Nachricht von ihr einging, schlugen Bekannte Alarm und verständigten die Einsatzkräfte.
Am Sonntagmittag wurde die Vermisste schließlich auf etwa 2.600 Metern Höhe nur noch tot aufgefunden.
Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte die 57-Jährige am Freitag gegen 14:30 Uhr den 3.358 Meter hohen Gipfel erreicht haben. Zuletzt gesehen wurde sie dort von einem anderen Skitourengeher. Daraufhin leitete die Bergrettung eine umfassende Suchaktion ein. Ausgangspunkt war das Fahrzeug der Vermissten, das in Rhein in Taufers abgestellt war. Von dort aus wurde das umliegende Gelände systematisch und großflächig durchsucht. Ein Kontakt zur Frau war über ihr Smartphone nicht möglich.
Die Suchmaßnahmen mussten am frühen Samstagabend aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen zunächst ohne Ergebnis unterbrochen werden. Am Sonntagmorgen wurde die Aktion wieder aufgenommen und intensiv fortgesetzt. Im Einsatz standen unter anderem der Notarzthubschrauber Pelikan 2 sowie die Bergrettung aus Sand in Taufers. Zusätzlich unterstützten die Notfallseelsorge und weitere Behörden die Einsatzkräfte.
Laut "stol.it" dürfte die Frau bereits am Freitag unterhalb des Gipfels rund 700 Meter über felsdurchsetztes Gelände abgestürzt sein. Als mögliche Ursache gilt eine Schneewechte, die den Sturz ausgelöst haben könnte.