An der Polytechnischen Schule in Herzogenburg (Bezirk St. Pölten, NÖ) hat sich der Fall rund um einen 14-jährigen Schüler weiter zugespitzt. Nachdem der Teenager laut mehreren Mitschülerinnen massive Gewaltfantasien geäußert haben soll, wurde er nun mit sofortiger Wirkung von der Schule geworfen.
Der Teenager soll die Drohungen zunächst indirekt ausgesprochen haben. Konkrete Formulierungen dürften – wie nun bekannt wurde – nur einem Mitschüler gegenüber gefallen sein. Dieser informierte umgehend die Direktion. "Die Worte waren so klar, dass man sie ernst nehmen muss", teilte die Bildungsdirektion mit. Direktor Andreas Selinger reagierte sofort und schaltete die Behörden ein.
Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf, der 14-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten betont jedoch, dass erst geprüft werden müsse, ob überhaupt ein strafrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt. Eine akute Gefahr gehe aktuell nicht von dem Teenager aus: "Es liegt keine Tatbegehungsgefahr vor", heißt es.
Parallel dazu wurde eine Helferkonferenz für Ende dieser Woche angesetzt. Schulpsychologen betreuen seit dem Vorfall die betroffenen Mädchen sowie die Klasse. Wie es weitergeht, hängt nun von den Ergebnissen der laufenden Ermittlungen ab.