Jetzt Not-Impfprogramm

Tollwütiger Hund beißt 15 Wanderer in Urlaubsparadies

Nachdem mehrere Wanderer von einem tollwütigen Hund gebissen wurden, läuft auf der indonesischen Insel Bali jetzt ein Notfall-Impfprogramm.
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09.10.2025, 18:33
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Bali ist eine Traumdestination für viele Reisende. Ein mit Tollwut infizierter Hund hat die Insel aber für insgesamt 15 Wanderer zum Albtraum gemacht.

Das Tier hat am Mount Batukaru in der Region Tabanan mehrere Menschen gebissen. Um die Gefahr einer Ausbreitung des tödlichen Virus einzudämmen, hat die indonesische Regierung jetzt ein Notfall-Impfprogramm veranlasst.

Der infizierte Hund wurde eingefangen und eingeschläfert. Im Rahmen des Impfprogramms wurden zudem innerhalb weniger Tage rund 500 weitere Hunde, Streuner und Haustiere, geimpft. Der Fokus lag dabei auf sogenannten "Roten Zonen", den Hochrisikogebieten für Tollwut.

Bali gilt als Tollwut-Hotspot, täglich verzeichnet die Insel durchschnittlich 183 mutmaßliche Tollwut-Bisse. Für Reisende wird eine prophylaktische Impfung empfohlen.

Keine streunenden Tiere streicheln oder füttern

Weitere streunende Hunde wurden eingefangen und in Tierheime gebracht. "Damit wollen wir verhindern, dass sich das Virus weiter unter Wildtieren wie den Affen am Batukaru verbreitet", sagte Gede Eka Parta Ariana, Leiter der Abteilung für Tiergesundheit.

Die indonesischen Behörden raten dringend davon ab, Streuner zu füttern oder zu streicheln. Das gilt übrigens auch für viele andere Länder: So starb im Juni eine Schweizerin, nachdem sie in Marokko mit einem streunenden Hund interagiert hatte.

Die 15 betroffenen Wanderer wurden alle medizinisch versorgt und haben ihrerseits die benötigten Impfdosen bekommen – wird rechtzeitig nach einem Biss gehandelt, kann in den meisten Fällen verhindert werden, dass Tollwut ausbricht. Nach Kontakt mit einem infizierten Tier braucht es je nach Risikostufe bis zu vier Impfungen innerhalb eines Monats.

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