Lage spitzt sich zu

Wieder mehrere Lawinen-Einsätze – Skifahrer reanimiert

Die Lawinenlage in Tirol bleibt kritisch: Am Samstag kam es erneut zu mehreren Einsätzen, auch das Bundesheer wurde zur Unterstützung alarmiert.
Newsdesk Heute
21.02.2026, 12:02
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Nach dem tödlichen Lawinenfreitag mit mehreren Opfern ist die Lage in Tirol weiter angespannt. Am Samstag kam es bereits zu neuen Einsätzen – in Serfaus konnte ein Verschütteter lebend geborgen werden, in Kolsassberg läuft noch eine Suchaktion.

Gegen 10:15 Uhr ging im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis eine Lawine ab. Laut Leitstelle Tirol ereignete sich der Abgang abseits der gesicherten Pisten auf einer Wiese unterhalb der Waldgrenze. Die Pistenrettung beobachtete den Vorfall und schlug sofort Alarm.

Lebensgefährlich verletzt

Die verschüttete Person konnte nach rund 30 Minuten ausgegraben und reanimiert werden, berichtet die "Tiroler Tageszeitung". Die Person wurde mit dem Notarzthubschrauber "Christophorus 5" mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Klinik Innsbruck geflogen.

Suche nach möglichen Verschütteten

Auch in Kolsassberg kam es am Vormittag zu einem Lawinenabgang nahe dem Hillary-Kreuz. Ein Augenzeuge hatte beobachtet, wie sich die Schneemassen lösten, konnte aufgrund schlechter Sicht jedoch nicht sagen, ob jemand erfasst wurde.

Daraufhin wurde ein Sucheinsatz gestartet. Ein Rettungshubschrauber musste aufgrund des schlechten Wetters jedoch umkehren. Die Bergrettung machte sich auf den Weg zum Einsatzort.

Warnung an alle Wintersportler

Die Lawinenlage in Tirol bleibt extrem angespannt. Am Samstag wurde die Gefahrenstufe erneut angehoben, verbreitet gilt Stufe 4 von 5. Der Lawinenwarndienst warnte eindringlich vor der Situation: Wintersportler könnten sehr leicht Lawinen auslösen, Gefahrenstellen gebe es zahlreich – sogar unterhalb der Waldgrenze.

Weiterhin sei mit Schneebrettern zu rechnen, die wie zuletzt in St. Anton am Arlberg vereinzelt sehr groß ausfallen können. Durch einsetzenden Regen steige zudem die Wahrscheinlichkeit spontaner Lawinen deutlich an.

Bundesheer unterstützt Einsätze

Auf Anforderung der Landeswarnzentrale steht das Bundesheer am Samstag im Lawinen-Assistenzeinsatz. Geplant sind bis 18 Uhr unter anderem Erkundungsflüge zur Beurteilung der Lage sowie Personentransporte für die Bergrettung. Diese soll in weiterer Folge Lawinensprengungen und Windenbergungen durchführen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.02.2026, 12:05, 21.02.2026, 12:02
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