Nach Red-Bull-Aus

Tsunoda enttäuscht: "Entscheidung wurde geändert"

Tsunoda spricht erstmals über sein Red-Bull-Aus – und erklärt, warum ihn die Entscheidung trotz aller Vorbereitung eiskalt erwischte.
Sport Heute
11.12.2025, 15:56
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Yuki Tsunoda hat sich erstmals ausführlich zu seinem Aus bei Red Bull geäußert – und dabei bemerkenswert offen über die turbulenten Stunden nach dem Katar-Grand-Prix gesprochen. "Ich wurde nach dem Rennen in Katar informiert, aber ehrlich gesagt kam es mir zunächst nicht real vor", erklärte der Japaner im Interview mit "DAZN Japan".

"Nicht das Ende der Welt"

Der Japaner hatte zwar mit diesem Szenario gerechnet, doch der Zeitpunkt und die Art der Mitteilung trafen ihn unerwartet. "Ich hatte mich auf diese Möglichkeit vorbereitet, aber die Nachricht unterschied sich von dem, was mir zuvor gesagt worden war, daher war ich überrascht", sagt er. Besonders brisant: "Ich habe gehört, dass die Entscheidung möglicherweise kurz vor der Übermittlung an mich geändert wurde."

Trotz der Enttäuschung nahm der 25-Jährige die Entscheidung gefasst auf. "Als sie mir sagten, dass ich nächstes Jahr kein Cockpit habe, war das nicht das Ende der Welt. Wir hatten ja noch Abu Dhabi vor uns, also dachte ich nur an das nächste Rennen."

Tsunoda stellte aber klar, dass sein Karriereweg damit nicht abgeschlossen ist. "Es besteht die Chance, dass sich mein nächstes Jahr nicht nur auf Simulator- und Ersatzfahrer-Aufgaben beschränkt. Ich habe von ein paar möglichen Szenarien gehört", sagte er – blieb jedoch geheimnisvoll, was dahinter steckt.

Honda als Joker

Sportlich hatte Tsunoda 2025 argumentativ wenig in der Hand: Er erzielte nur 33 Punkte und erreichte kein besseres Ergebnis als Rang sechs. Zum Vergleich: Max Verstappen sammelte 421 Zähler. Aufgrund der schwachen Leistungen Tsunodas wird Isack Hadjar (51 Punkte) von den Racing Bulls nach einer starken Debütsaison befördert. Liam Lawson behält seinen Platz beim Schwesterteam und Arvid Lindblad kommt als Rookie neu dazu.

Die Ablöse von Tsunoda hat nicht nur sportliche Gründe. Denn Honda spielte stets eine entscheidende Rolle in Tsunodas Karriere. Der japanische Hersteller förderte ihn seit seiner Jugend und sorgte für seine Beförderung ins Red-Bull-Programm. Doch Hondas Einfluss auf den Brausehersteller sinkt: 2026 wechselt der Autobauer zu Aston Martin, während Red Bull und die Racing Bulls künftig eigene, mit Ford entwickelte Motoren nutzen.

Paradox: Trotz der sportlichen Trennung braucht Red Bull Honda weiterhin – für sogenannte TPC-Tests mit mindestens zwei Jahre alten Autos, die nur mit Honda-Aggregaten betrieben werden dürfen. Genau deshalb steht man aktuell noch in engem Austausch über einen neuen Deal. Für Tsunoda aber änderte diese Verbindung nichts mehr: Seine Zukunft im Stammcockpit konnte Honda diesmal nicht retten.

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