So geht es Ottfried Fischer

TV-Star verlor 80 Kilo: "Geht mir einfach gut"

TV-Star Ottfried Fischer ("Der Bulle von Tölz") hat aus Liebe zu seiner Frau Simone bereits 80 Kilo abgenommen.
Jochen Dobnik
27.03.2026, 08:46
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Schon Ende der 1990er-Jahre, mitten auf dem Höhepunkt seiner Karriere, spürte Ottfried Fischer, dass mit seinem Körper etwas nicht stimmt. Damals war er 45 Jahre alt, feierte große Erfolge mit Formaten wie "Der Bulle von Tölz" oder "Der Pfundskerl". Seine gesundheitlichen Probleme behielt er lange für sich – erst 2008 machte er seine Parkinson-Erkrankung öffentlich.

Die Krankheit hat den Schauspieler und Kabarettisten im Laufe der Jahre stark verändert. Heute ist der 72-Jährige im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen und spricht deutlich langsamer. Dennoch zeigt er sich aktuell überraschend positiv: "Es geht mir einfach gut im Moment", sagt er der "tz".

Ein wesentlicher Grund dafür ist sein beeindruckender Gewichtsverlust. Noch vor rund zehn Jahren brachte Fischer über 200 Kilogramm auf die Waage. Aus Liebe zu seiner Frau Simone, mit der er seit 2020 verheiratet ist, nahm er zunächst rund 50 Kilo ab.

"Aber ich habe mein Leben lang auch den Jojo-Effekt gekannt", erzählt er offen. "Deshalb wollte ich es mir auf meine alten Tage ein bisserl leichter machen."

Ottfried Fischer mit Ehefrau Simone bei der Premiere der Show "Cirque du Soleil - Alegria" in München, 05.02.2026
IMAGO/Future Image

Im Frühjahr 2025 entschied er sich deshalb – in Absprache mit seinen Ärzten – für die Abnehmspritze Wegovy mit dem Wirkstoff Semaglutid. "Das habe ich mir einmal wöchentlich in den Bauch gespritzt."

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: "Ich wiege 125 Kilo, das sind 30 Kilo weniger als noch vor einem Jahr!" Vor allem sein Appetit habe sich stark verändert. "Und auch mal das Essen stehen gelassen, wenn es mir zu viel wurde. Das habe ich vorher nie gemacht."

Auch seine Ernährung hat er grundlegend umgestellt. "Ich esse jetzt viel mehr Salat und Gemüse, dafür war ich vorher nicht bekannt", schmunzelt Fischer.

Seine Frau ergänzt, dass die Dosierung bewusst moderat gewählt wurde: "Er hat bei 0,5 mg begonnen und liegt mittlerweile bei 1,7 mg." Dadurch seien Nebenwirkungen weitgehend ausgeblieben. "Nur bei fettem Essen wird mir heute schlecht", erklärt der frühere TV-"Bulle". "Darauf kann man sich einstellen."

Inzwischen nimmt Fischer die Spritze nur noch alle paar Wochen. Ganz darauf verzichten möchte er aber nicht: "Dann würde ich wahrscheinlich gleich wieder zunehmen." Unterstützung bekommt er dabei auch von seinen Neurologen. "Denn neue Studien haben gezeigt, dass das Mittel das Fortschreiten von Parkinson verlangsamen kann", erklärt Simone Fischer.

Mit seiner Erkrankung hat sich der Schauspieler inzwischen arrangiert. "Den Parkinson bring‘ ich nimmer weiter", sagt er der "tz".

Trotzdem genießt er das Leben und auch öffentliche Auftritte weiterhin – etwa zuletzt beim Starkbier-Anstich am Nockherberg. Für die kommenden Wochen plant er gemeinsam mit seiner Frau eine Reise nach Meran, wo der Kabarettpreis "Salzburger Stier" verliehen wird.

Sein Fazit fällt dabei klar aus: "Ich bin stabiler und gesünder geworden, das zählt."

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